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23,8 Millionen Euro: Ärger um neues „Tagesschau“-Studio

Technische Probleme, hohe Kosten: Die „Tagesschau“, soll ein neues Studio bekommen. Laut einem Zeitungsbericht wird das viel teurer als gedacht. Während der NDR dementiert, fordern Politiker bereits mehr Kostenkontrolle.

Die Nachrichten kommen stets aus dem NDR-Gebäude in Hamburg. Quelle: dpa
Die Nachrichten kommen stets aus dem NDR-Gebäude in Hamburg. Quelle: dpa

DüsseldorfNach Berichten über deutlich höhere Kosten für das neue „Tagesschau“-Studio fordert der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Burkhardt Müller-Sönksen, Konsequenzen. Angreifbar mache sich die ARD hinsichtlich der Erstellung und Einhaltung von Kostenplänen. „Ich fordere die Kontrollgremien aller ARD-Anstalten auf, endlich ein operatives Controlling sicherzustellen“, sagte Müller-Sönksen Handelsblatt Online.

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„Der auftragsgemäße und sparsame Einsatz der Gebührengelder muss sichergestellt werden, weil nur so die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürgern für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Institution gewährleistet ist.“

Im Fall des neuen Nachrichtenstudios hält der FDP-Politiker die veranschlagten Kosten als „einmalige Investition“ für vertretbar. Die „Tagesschau“ sei das Flaggschiff des öffentlich-rechtlichen Qualitätsjournalismus und müsse daher auch technisch auf der Höhe der Zeit produziert werden.

Müller-Sönksen sagte allerdings auch: „Für die Verwendung der öffentlich-rechtlichen Gebührengelder gelten besonders hohe Maßstäbe, weshalb sich die ARD für so erhebliche Kostensteigerungen rechtfertigen muss.“

Kritisch äußerte sich auch der CDU-Medienexperte Marco Wanderwitz zu einer möglichen Kostenexplosion beim Bau des neuen Studios. „Wenn derartige Dinge passieren, so sie passieren, ist die grundsätzliche Regel immer die gleiche: Innerhalb des Budgets muss man dann an anderer Stelle sparen“, sagte Wanderwitz Handelsblatt Online.

Film, Funk & Fernsehen

Die ARD will mit dem neuen Studio seine „Tagesschau“ moderner machen: Ein renommierter Komponist - Henning Lohner, der häufig mit dem Erschaffer der „König, der Löwen“-Musik Hans Zimmer kooperiert -, arbeitet derzeit am Einleitungs-Jingle und zahlreiche Techniker an dem neuen Studio in dem NDR-Gebäude in Hamburg.

Ein Bericht der „Bild“-Zeitung hat jetzt allerdings in der Modernisierungsphase für Ungemach bei der öffentlich-rechtlichen Anstalt gesorgt: Denn der neue Arbeitsplatz für Marc Bator, Judith Rakers und Co. wird demnach nicht rechtzeitig fertig. Das berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf „Insider“. Das Studio sollte demnach zum 26. Dezember - dem 60. Geburtstag der „Tagesschau“ - eingeweiht werden.

Das scheint jetzt offenbar nicht zu klappen, denn das neue Nachrichten-Studio funktioniert noch nicht richtig. Das sei der Grund dafür, dass Chefredakteur Kai Gniffke nur noch von „Probetrieb“ spreche und nicht mehr von „Betrieb“, schreibt die „Bild“-Zeitung.

  • 05.12.2012, 16:22 UhrFriede-den-Huetten

    Diese öffentlich rechtlichen Zwangsgebühren-Verschwender zeigen noch einmal mehr, wohin es führt, wenn man nicht wirtschaftlich mit Geld umgehen muß.

    Warum existieren die denn noch? Schaffen wir es denn nicht mehr, einen "alten Zopf" endlich abzuschneiden?

    Das vor Jahrzenten vielleicht sinnvolle Monopol der Bahn auf Fernverbindungen wurde doch auch endlich abgeschafft!

  • 24.12.2012, 23:19 Uhrfueli

    Es ist an der Zeit, dass die Gebühren wieder erhöht werden!

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