239 Menschen an Bord Rettungstrupps suchen nach abgestürzter Boeing

Das in Südostasien vermisste Flugzeug mit 239 Menschen an Bord ist laut vietnamesischer Rettungskräfte abgestürzt. Derzeit sind Such- und Rettungstrupps auf dem Weg zur Unglücksstelle. Die Unglücksursache ist ungeklärt.
Update: 08.03.2014 - 08:11 Uhr Kommentieren
Ein Flugzeug von Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord wird vermisst. Die Maschine hätte am Morgen in Peking ankommen sollen. Quelle: ap

Ein Flugzeug von Malaysia Airlines mit 239 Menschen an Bord wird vermisst. Die Maschine hätte am Morgen in Peking ankommen sollen.

(Foto: ap)

Kuala LumpurEin Flugzeug mit 239 Menschen an Bord ist am Samstag vor der Küste von Vietnam abgestürzt. Der Kontakt zu der Maschine sei eine Minute vor Eintritt in den vietnamesischen Luftraum abgebrochen, sagte der Sprecher der Nationalen Rettungskräfte, Generalleutnant Pham Hoai Giang, der Nachrichtenagentur dpa am Samstag. Er sagte der Zeitung „VTC News“: „In kann bestätigen: die Maschine ist abgestürzt, sie gilt nicht als vermisst.“ Die Absturzstelle befindet sich vor der Insel Tho Chu südwestlich von Ho Chi Min-Stadt.

Die Ursache für den Absturz liegt die Unglücksursache noch völlig im Dunkeln. „In der Region, in der die Maschine verschwand, wurde zu dem Zeitpunkt keine ungewöhnliche Wetterlage gemeldet“, sagte der stellvertretende vietnamesische Verkehrsminister Pham Quy Tieu der Nachrichtenagentur dpa.

Malaysia Airlines-Chef Ahmad Jauhari Yahya sagte bei einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur, es habe keinerlei Anzeichen gegeben, dass das Flugzeug in Not geriet. Die Maschine sei von einem erfahrenen Piloten mit mehr als 30 Jahren Dienstzeit gelenkt worden. Der Radarkontakt brach nach vietnamesischen Angaben eine Minute vor Eintritt in den vietnamesischen Luftraum ab.

Die vietnamesische Marine alarmierte nach Medienberichten Fischer in der Region, um bei der Ortung des Wracks zu helfen. Boeing stellte ein Expertenteam zusammen, um bei der Aufklärung des Unglücks zu helfen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilte.

Die Boeing 777-200 mit der Flugnummer MH370 war auf dem Weg von Kuala Lumpur in Malaysia nach Peking. An Bord waren Passagiere aus 14 Nationen, überwiegend aus China sowie aus Europa drei Franzosen, ein Italiener, ein Niederländer und ein Österreicher. Auch zwei Kinder sind laut der Fluggesellschaft auch zwei Kinder. Deutsche Staatsbürger sollen nach ersten Angaben nicht an Bord sein.

Der Funkkontakt brach nach Angaben der Fluggesellschaft zwei Stunden nach dem Start ab. Es habe keinerlei Anzeichen gegeben, dass die Maschine in Schwierigkeiten war, sagte Malaysia Airlines-Chef Ahmad Jauhari Yahya bei einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur.

Sowohl malaysische als auch vietnamesische Such- und Rettungstrupps seien auf dem Weg zur Unglücksstelle.

Stundenlang nach dem Abreißen des Funk- und Radarkontakts war das Schicksal der 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder an Bord ungewiss gewesen. Die Maschine war laut der Airline um 0.41 Uhr gestartet und hätte um 6.30 Uhr in Peking landen sollen. Um 2.40 Uhr morgens sei der Kontakt mit der Kontrollstelle Subang verloren gegangen. Vietnamesische Rettungskräfte hatten laut der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua Signale des Flugzeugs etwa 220 Kilometer südwestlich der Küste der Provninz Ca Mau geortet.

Zwei Kinder an Bord

„Unsere Mitarbeiter informieren derzeit die Angehörigen der Passagiere und Crew“, erklärte der Vorsitzende der Airline, Ahmad Jauhari Yahya. „Unsere Gedanken und Gebete sind bei allen betroffenen Passagieren und Besatzungsmitgliedern sowie bei ihren Familien“, fügte er an.

Am Flughafen in Peking warteten Freunde und Angehörige der Reisenden verzweifelt auf Nachrichten. Die Airport-Verwaltung bot ihnen an, in einem Hotel etwa 30 Minuten vom Flughafen entfernt zu warten und organisierte einen Shuttle-Service. „Sie wollen, dass wir in einem Hotel warten. Das kann nicht gut sein“, sagte eine weinende Frau in ihr Mobiltelefon.

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat sich „sehr besorgt“ über das Schicksal des Passagierflugzeugs geäußert.

An Bord der Maschine befanden sich laut Fluggesellschaft hauptsächlich Chinesen und Malaysier, darüber hinaus Passagiere aus Indonesien, Australien, Frankreich, den USA, Neuseeland, der Ukraine, Kanada, Russland, Italien, Taiwan und den Niederlanden.

Malaysia Airlines hat 15 Maschinen vom Typ Boeing 777-200 in seiner Flotte, die insgesamt rund 100 Flugzeuge umfasst. Die 777 hatte in den 20 Jahren ihrer Geschichte erst einen tödlichen Unfall. Im vergangenen Juli kamen bei der Bruchlandung einer südkoreanischen Air-Asiana-Maschine in San Francisco drei Menschen ums Leben - offenbar durch einen Pilotenfehler.

In der Unternehmensgeschichte von Malaysia Airlines (MAS) ist es mehrfach zu Unfällen gekommen. Eine kleinere Maschine des Tochterunternehmens MASwings verunglückte vergangenen Oktober bei der Landung auf der Insel Borneo, wobei der Co-Pilot und ein Passagier ums Leben kamen. Weitaus schwerere Folgen hatte der Absturz einer Maschine im Süden Malaysias, bei der 1977 alle 93 Passagiere und sieben Besatzungsmitglieder in den Tod gerissen wurden.

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