24 Menschen verletzt
S-Bahn-Züge zusammengestoßen

Bei einem Zusammenstoß zweier S-Bahn-Züge im oberbayerischen Neufahrn nördlich von München sind am Samstagmorgen 24 Menschen überwiegend leicht verletzt worden. Zwei der Insassen, darunter auch einer der Zugführer, erlitten mittelschwere Verletzungen. Insgesamt waren 100 Fahrgäste in den beiden Unglückszügen.

HB/dpa NEUFAHRN. Ursache für den Unfall im dichten Nebel war nach Polizeiangaben eine falsch gestellte Weiche. Warum das computergesteuerte System versagte, war am Samstag aber noch unklar. Es entstand ein Sachschaden von rund 1,6 Millionen Euro.

Ein Zuggespann der S-Bahn-Linie 1 war zunächst planmäßig voneinander abgekoppelt worden. Wenige Meter nach der Haltestelle Neufahrn sollten die getrennten Züge ihren Weg zum Flughafen und nach Freising fortsetzen. Bei der Weiterfahrt bemerkte ein Zugführer jedoch, dass er über eine Weiche in die falsche Richtung geleitet worden war. Er bremste die S-Bahn ab und blieb im dichten Nebel stehen. Bei einer Sichtweite von nur 30 Metern erkannte der Zugführer des nachfolgenden S-Bahn-Zuges die Gefahr zu spät und prallte in die stehende Bahn. Die beiden Züge schoben sich dabei etwa fünf Meter tief ineinander. Einer der Zugführer war nach dem Unglück über eine Stunde lang in seinem Führerhaus eingeklemmt.

Der Zusammenstoß hätte nach Angaben eines Polizeisprechers verhindert werden können, wenn der Zugführer der fehlgeleiteten S- Bahn einfach weitergefahren wäre. Ein Signal wäre dann für den nachfolgenden Zug automatisch auf Rot gesprungen. Die meisten Unfallopfer waren bei dem Zusammenprall gestürzt und hatten sich Prellungen und Schürfwunden zugezogen. Die S-Bahnstrecke wurde für Stunden gesperrt. Busse ersetzten den Zugverkehr zwischen München, Freising und dem Flughafen.

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