30.000 Unterschriften

Tote Hosen fordern Reform der Flüchtlingspolitik

Die Rockband „Die Toten Hosen“ setzt sich für ein Ende der „tödlichen Abschottungspolitik“ der EU gegenüber Flüchtlingen ein. Zusammen mit der Hilfsorganisation Pro Asyl fordern sie im Bundestag eine humane Asylpolitik.
7 Kommentare
Der Gitarrist der Band „Die Toten Hosen“, Michael Breitkopf (l), die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) und Campino, Sänger der Band „Die Toten Hosen“ halten im Bundestag in Berlin ein Plakat für eine humane Flüchtlingspolitik in den Händen. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl und die Mitglieder der Band übergaben dem Präsidium des Deutschen Bundestags Unterschriften für eine humane Flüchtlingspolitik. Quelle: dpa

Der Gitarrist der Band „Die Toten Hosen“, Michael Breitkopf (l), die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) und Campino, Sänger der Band „Die Toten Hosen“ halten im Bundestag in Berlin ein Plakat für eine humane Flüchtlingspolitik in den Händen. Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl und die Mitglieder der Band übergaben dem Präsidium des Deutschen Bundestags Unterschriften für eine humane Flüchtlingspolitik.

(Foto: dpa)

BerlinDer Sänger der Toten Hosen, Campino, hat Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) am Dienstag in Berlin 30.000 Unterschriften übergeben, mit denen der Bundestag aufgefordert wird, sich stärker für Flüchtlingsrechte einzusetzen. Wie die ebenfalls beteiligte Organisation Pro Asyl mitteilte, handelte es sich um Unterschriften von Tote Hosen-Fans. „Vor Lampedusa sterben Hunderte Flüchtlinge“, kritisierte Campino in der Erklärung. Die Bundesregierung wolle gleichzeitig die „tödliche Abschottungspolitik“ noch verstärken. „Das ist für uns absolut unerträglich.“

Laut Pro Asyl starben seit 1988 mehr als 19.000 Flüchtlinge beim Versuch, Schutz in Europa zu erhalten. Immer wieder werde Flüchtlingen auf dem Mittelmeer die Seenotrettung verweigert, weil EU-Staaten nicht bereit sind, die Schutzsuchenden aufzunehmen. Die Organisation forderte den Bundestag und die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene für einen grundlegenden Wandel des europäischen Asylsystems einzusetzen.

„Deutschland muss endlich aufhören, die Verantwortung für die Aufnahme von Flüchtlingen Randstaaten aufzubürden“, erklärte Pro Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt. Das bisherige System führe zu Menschenrechtsverletzungen und müsse geändert werden.

  • afp
  • dpa
Startseite

7 Kommentare zu "30.000 Unterschriften: Tote Hosen fordern Reform der Flüchtlingspolitik"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Im HB wird mittlerweile alles was nicht p.c. ist gelöscht, radiert, zensiert ...... Deutschland wird abgewickelt!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ich habe immer ein Problem damit, wenn Promis, die die Moral für sich gepachtet haben, derlei Kampagnen starten. Das sind meistens diejenigen, die in irgendwelchen Nobelgegenden wohnen, in denen sich sicherlich kein Asylbewerberheim in unmittelbarer Nähe befindet. Ich würde mir wünschen, dass diese Damen und Herren sich stattdessen freiwillig melden, den sich bereits in Deutschland befindlichen Flüchtlingen Deutsch beizubringen und bei der Integration zu helfen. Große Reden halten kann jeder !

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Danke für den Kommentar. Sie haben 100% recht!

  • [...]

    Schon allein das Argument "Deutschland muss aufhören, die Verantwortung für die Aufnahme von Flüchtlingen Randstaaten zu überlassen ist völliger Quatsch wie eine einfache Google-Suche zeigt (Italien 0,26 Asylanten pro 1.000, D: 0,95 pro 1.000). Wir nehmen also nicht nur absolut sondern auch relativ 3X so viele Asylbewerber auf wie Italien.

    Gut, dass man sich dann noch Beistand bei ein paar sozial angehauchten Multi-Millionären holt, die von den finanziellen Folgen der ungezügelten Unterschichten-Immigration ohnehin nicht betroffen sind und die die meiste Zeit des Jahres im sonnigen Ausland weilen.

    Das Problem lässt sich nur lösen, wenn Europa und D endlich leistungsbezogene Regeln für den Zuzug beschließen und sich ansonsten konsequent abschotten- außer vorübergehend für wirklich betroffene Asylbewerber. Dann wird kein Wirtschaftsflüchtling mehr ertrinken, sondern muss dabei helfen, das eigene Land aufzubauen.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Tote Hosen?
    Nomen est omen!
    [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%