32 Verschüttete
Grubenunglück in China fordert 74 Menschenleben

In einem Kohlebergwerk in Tangshan in der Nähe von Peking hat es erneut ein Grubenunglück gegeben. Bei einer Gasexplosion sind mehr Bergleute verschüttet worden, als ursprünglich angenommen.

HB PEKING. Der Tod von 74 Kumpel wurde am Donnerstag bestätigt, doch erhöhten die Behörden die Zahl der Vermissten auf 32, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Ob die Verschütteten überlebt haben können, war unklar. Die Bergungsteams versuchten, die Gaskonzentrationen in den Schächten zu verringern, um besser nach Vermissten suchen zu können.

Zum Zeitpunkt des Unglücks am Mittwoch in der Liuguantun Grube seien 188 Bergleute unter Tage gewesen, berichtete Xinhua. 82 hätten sich in Sicherheit bringen können. Bei den Rettungsarbeiten seien dann 31 verschüttete Kumpel lebend geborgen worden. Doch 3 der Schwerverletzten seien im Krankenhaus gestorben. Das früher staatliche Kohlebergwerk, das seit 2002 privat betrieben wurde und eine Kapazität von 300 000 Tonnen im Jahr hat, war laut Xinhua nicht für hohe Gaskonzentrationen bekannt.

Die Explosion war das vierte Grubenunglück in China in nur zehn Tagen. Bei drei vorausgegangenen Unglücken waren wahrscheinlich 229 Bergleute ums Leben gekommen. In einem anderen Bergwerk in Zentralchina wurde nach einem Wassereinbruch vor sechs Tagen immer noch nach 42 verschütteten Kumpeln gesucht.

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