35 Jahre nach Mord
Vater einer Schülerin klagt auf Schmerzensgeld

Eine junge Frau wird ermordet, ein Tatverdächtiger freigesprochen. Jahrzehnte später gibt es neues Belastungsmaterial. Der Vater des Opfers sucht Gerechtigkeit.
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Lüneburg Der ungesühnte Mord an einer Schülerin vor fast 35 Jahren beschäftigt an diesem Mittwoch das Landgericht Lüneburg. Der Vater fordert in dem Zivilprozess Schmerzensgeld. Die 17-jährige Frederike war 1981 in Niedersachsen vergewaltigt und ermordet worden. Sie war auf dem Heimweg von einer Chorprobe als Anhalterin in ein Auto gestiegen.

Experten konnten im Jahr 2012 mit neuen Methoden DNA-Spuren sichern, die einen heute 56-Jährigen schwer belasten. Der Mann war aber in dem Fall 1983 freigesprochen worden, ein neuer Strafprozess wäre deshalb nur bei einem Geständnis möglich.

Der Vater des Opfers fordert für die erlittenen physischen und psychischen Leiden zunächst 7000 Euro. Vor allem will er mit der Zivilklage auf den Fall aufmerksam machen.

Voraussichtlich werde am Ende der Verhandlung noch am Mittwoch ein Verkündungstermin mitgeteilt, an dem die Entscheidung bekanntgegeben wird, teilte ein Gerichtssprecher mit. Das könne in einem Zivilverfahren mehrere Wochen dauern.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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