42 Luxusautos beschlagnahmt
Spanien gelingt Schlag gegen Geldwäscher

Mit einem Großeinsatz ist die spanische Polizei gegen Geldwäscher vorgegangen. Diese sollen mit dem Ölkonzern Jukos in Verbindung stehen.

HB BERLIN. Die spanische Polizei hat an der Costa del Sol einen Geldwäschering gesprengt, der laut den Ermittlern Verbindungen zum russischen Ölkonzern Jukos hat. Das Innenministerium teilte am Samstag mit, im Rahmen der Operation «Weißer Wal» seien insgesamt 41 Verdächtige festgenommen worden. Der Ring habe bis zu 250 Millionen Euro waschen wollen. Es handele sich um den größten Einsatz gegen Geldwäscher in der Geschichte des Landes.

Unter den Verdächtigen seien Spanier, Franzosen, Finnen, Russen und Ukrainer, hieß es in der Stellungnahme des Ministeriums. Die Polizei habe den mutmaßlichen Bestimmungsort des Geldes aufgedeckt, das offenbar von Jukos stamme und illegal über die Niederlande in Spanien investiert werden sollte.

Außerdem sei eine Verbindung zwischen Anwälten in der Region um Marbella zu Gruppen des organisierten Verbrechens gefunden worden, die in Drogen- und Waffenhandel sowie in Prostitution verwickelt seien. Die Polizei beschlagnahmte ein Schiff, zwei Kleinflugzeuge und 42 Autos der Luxusklasse.

Jukos wies eine Verbindung zu Geldwäschern in Spanien zurück. Ein Sprecher bezeichnete die Berichte als Unsinn. Der Konzern des inhaftierten Oligarchen Michail Chodorkowski Jukos war wegen Steuerschulden zerschlagen worden. Der frühere Konzernchef steht wegen Betrugs und Steuerhinterziehung vor Gericht. Kritiker sehen das Verfahren als politisch motiviert.

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