44 Tote
Zug in Montenegro in Schlucht gestürzt

Bei einem schweren Zugunglück in Montenegro sind mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Ein Personenzug mit mehr als 250 Fahrgästen an Bord war nahe der Hauptstadt Podgorica entgleist und in eine Schlucht gestürzt.



HB PODGORICA. Nach dem schweren Zugunglück in Montenegro ist die Zahl der Toten am Dienstag auf 44 gestiegen. Mehr als 198 Verletzte wurden im Krankenhaus behandelt, darunter Dutzende Kinder, wie ein Arzt mitteilte.

Ursache des Unglücks vom Montag sei möglicherweise Bremsversagen gewesen, erklärte Innenminister Jusuf Kalomperovic. Der stellvertretende Ministerpräsident Miroslav Ivanisevic sprach vom schwersten Zugunglück in der Geschichte Montenegros.

Der Lokführer wurde festgenommen, Verkehrsminister Andrija Lompar erklärte seinen sofortigen Rücktritt. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Rettungskräfte suchten am Dienstag weiter nach Opfern.

Der Zug war mit mindestens 250 Reisenden besetzt, viele von ihnen Kinder auf der Rückfahrt von einem Ski-Ausflug, als er am Montag entgleiste und in eine 100 Meter tiefe Schlucht stürzte. Die Katastrophe ereignete sich bei Bioce, einem 15 Kilometer nordöstlich von Podgorica gelegenen Dorf, kurz nach der Ausfahrt aus einem Tunnel. Der Zug war auf dem Weg von Bijelo Polje im Nordosten in die an der Adriaküste gelegene Stadt Bar.

„Der Zug fuhr wie verrückt, völlig außer Kontrolle“, sagte ein Fahrgast, der die Katastrophe verletzt überlebte. „Am schlimmsten war es für die Leute in den vorderen Wagen.“ Präsident Filip Vujanovic machte sich vor Ort einen Eindruck von dem Unglück und den Bergungsarbeiten.

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