45 Tage Haft
Hilton muss ins Gefängnis

Hotelerbin und Schauspielerin Paris Hilton (26) muss für 45 Tage hinter Gitter. Wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen nach einem Verkehrsvergehen hat Richter Michael Sauer in Los Angeles am Freitag die drastische Strafe verhängt.

HB LOS ANGELES. Wie die US-Zeitschrift „People“ berichtete, muss sich das Party-Girl am 5. Juni in einem Frauengefängnis bei Los Angeles einfinden. Ende Februar war Hilton mit hoher Geschwindigkeit und ohne Licht durch Hollywood gefahren und von der Polizei angehalten worden. Die Beamten stellten fest, dass Hilton bereits nach einem früheren Vergehen der Führerschein entzogen worden war. Erst im Januar hatte sie wegen Trunkenheit am Steuer eine Bewährungsstrafe von 36 Monaten erhalten. Rechtsanwalt Howard Weitzman kündigte Berufung an.

„Es tut mir wirklich Leid“, stammelte die Blondine unter Tränen im Gerichtssaal kurz vor Verlesung des Urteils. Sie war mit ihren Eltern und einem größeren Gefolge mit zehnminütiger Verspätung zu der Anhörung eingetroffen und dann selbst in den Zeugenstand getreten. Sie habe nicht gewusst, dass ihr der Führerschein entzogen worden war. Ihr Agent habe sie nicht richtig darüber aufgeklärt, brachte sie als Entschuldigung hervor.

Der Richter konterte, dass er ihren Ausführungen keinen Glauben schenke. Sie habe schließlich selbst eine polizeiliche Verwarnung unterschrieben, dass sie nicht am Steuer eines Autos sitzen dürfe. Er bezeichnete auch eine entlastende Aussage von Hiltons Assistenten Elliott Mintz als wertlos. Mintz hatte gesagt, Hilton habe geglaubt, ihr Fahrverbot sei auf 30 Tage befristet gewesen. In dieser Zeit sei sie auch nicht gefahren. Er habe sie dann in der Ansicht bestätigt, ihr Führerschein sei wieder in Kraft. „Ich kann nicht glauben, dass ihr keiner ihrer Anwälte gesagt haben soll, dass das Fahrverbot noch immer gilt“, sagte Sauer. „Sie wollte alles ignorieren, was entschieden wurde, und einfach weiter fahren.“

Die Staatsanwaltschaft warf ihr grobe Verstöße gegen die Bewährungsauflagen und die Straßenverkehrsordnung vor. Als Höchststrafe hätte der Richter bis zu 90 Tage Haft anordnen können. Hilton hätte aber auch mit einer Verwarnung oder dem Ableisten von Sozialdiensten als Strafe davonkommen können. Die 90 Tage drohen Hilton aber immer noch, sollte sie ihre Strafe nicht pünktlich am 5. Juni antreten.

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