50 Jahre
Uno gründet Kinderhilfswerk Unicef

Am 11. Dezember 1946 gründet die Vollversammlung der Vereinten Nationen das Kinderhilfswerk Unicef. Ziel ist es, im zerstörten Nachkriegseuropa Kinder mit Lebensmitteln und Medizin zu versorgen.

HB DÜSSELDORF. Zwischen 1949 und 1953 erhalten 2,5 Millionen deutsche Kinder Milch und Kleidung. Hilfskräfte verteilen 9 000 Kilogramm Milchpulver. Medikamente retten Kinder vor Tuberkulose und anderen lebensbedrohenden Krankheiten. Anfang der fünfziger Jahre verschiebt sich die Blickrichtung auf unterentwickelte Regionen. Im Oktober 1953 nimmt die Uno-Vollversammlung Unicef als ständiges Nebenorgan der Vereinten Nationen auf.

Heute erhalten mit Hilfe von Unicef 75 Prozent aller Kinder in Entwicklungsländern einen umfassenden Impfschutz. Damit rettet die Organisation jedes Jahr mehr als drei Millionen Kindern das Leben. Die Kindersterblichkeit sinkt in den Entwicklungsländern von über 25 Prozent auf neun Prozent. Inzwischen besuchen vier von fünf Kindern in Entwicklungsländern zumindest eine Grundschule.

Weltweit ist Unicef heute in 160 Ländern tätig und unterstützt Kinder und Mütter. Das Hilfswerk fördert beispielsweise Informationen über die tägliche Hygiene und fördert den Bau einfacher Latrinen. Auf politischer Ebene betreibt die Organisation Lobbyismus gegen Kinderarbeit. In den letzten Jahren hat die Not- und Katastrophenhilfe wieder stark an Bedeutung gewonnen. Ursache sind die Bürgerkriege in Angola, Somalia, Sudan, im Kosovo und in Tschetschenien.

Unicef stehen jährlich rund zwei Milliarden Dollar zur Verfügung. Zwei Drittel des Geldes kommen von Regierungen, ein Drittel sind Spenden. 2005 ist indes ein Ausnahmejahr: Durch den Tsunami in Südostasien liegt der Spendenanteil deutlich höher.

Im Jubiläumsjahr lenkt Unicef den Blick auf Kinder ohne Kindheit: Kindersoldaten, Flüchtlinge und Straßenkinder.

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