500 Schiffe warteten auf Weiterfahrt
Jetzt gilt auf dem Rhein Überholverbot

Fünf Tage nach dem Schiffsunglück auf dem Rhein ist die Wasserstraße am Freitagabend wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Behörden lenkten den großen Andrang von Schiffen in geordnete Bahnen, wie die Wasserschutzpolizei mitteilte.

HB KÖLN. Zuvor wurde mit Spezialschiffen vergeblich nach den drei noch vermissten Containern gesucht. Nach Einschätzung der Wasserschutzpolizei ist die Schifffahrt trotzdem nicht gefährdet.

Die Behörden waren am Abend mit sieben Booten im Einsatz, um den großen Andrang von 500 Schiffen in geordnete Bahnen zu lenken. Probleme wurden nicht gemeldet. Die Kapitäne seien froh, weiterfahren zu können, sagte Polizeisprecher Ramon van der Maat. „Die benehmen sich ganz manierlich.“ Auf einer Strecke von 30 Kilometern galt ein Überholverbot.

Die „Excelsior“ hatte bei einem misslungenen Wendemanöver am Sonntag 32 Container verloren. Der Rhein blieb deshalb bis Freitag von Köln-Porz bis Köln-Niehl gesperrt. Die Ursache des Unfalls war am Freitag immer noch unklar. Im Rumpf des Frachters entdeckten Ermittler einen Riss. Ob dieser für den Unfall verantwortlich ist, soll ein Gutachten klären.

Die drei vermissten Container wurden vermutlich von der starken Strömung mitgerissen. „Es könnten noch Blechteile auftauchen“, sagte Polizeisprecher van der Maat. Die Behälter seien wahrscheinlich zerstört worden. Die „Excelsior“ transportierte auch Gefahrgutcontainer, die bereits am Mittwoch geborgen waren. Aus einem der Behälter traten Gerbstoffe aus und flossen in den Rhein.

Den Angaben zufolge bestand aber keine ernsthafte Umweltgefährdung.

Der Rhein ist mit großem Abstand die wichtigste Binnenwasserstraße in Deutschland. Er verbindet Industriezentren in Deutschland und der Schweiz mit bedeutenden Überseehäfen wie Rotterdam.

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