50 000 auf der Straße
Spanier protestieren gegen Armut

Um den Druck auf die führenden Industrieländer im Kampf gegen die Armut zu erhöhen, sind in Spanien am Sonntag Zehntausende auf die Straße gegangen. An der Demonstration beteiligten sich Entertainer, Musiker, Vertreter der Kirche und Politiker.

HB MADRID. Den Organisatoren zufolge versammelten sich in Madrid mehr als 50 000 Menschen zu den Protesten. Sie trugen riesige Plakate mit der Aufschrift: „Null Armut. Keine Ausreden. Wer schuldet wem?“. Bei weiteren Veranstaltungen, wie Konferenzen, Konzerten und Märschen in ganz Spanien werden noch einmal Tausende Teilnehmer erwartet. „Die Gesellschaft will den Regierungen klar machen, dass wir mehr tun müssen“, sagte ein Abgeordneter der regierenden sozialistischen Partei Spaniens, der an dem Protestzug teilnahm.

Die Protestmärsche waren die ersten einer Serie von Demonstrationen, die weltweit vor dem Gipfeltreffen der führenden Industrienationen (G-8) vom 6. bis 8. Juli in Schottland geplant sind. Dazu zählen auch die „Live 8“-Konzerte, mit denen am kommenden Wochenende in zahlreichen Städten rund um den Globus auf die Armut in Afrika aufmerksam gemacht werden soll.

Die acht führenden Industriestaaten hatten kürzlich einen Schuldenerlass in zweistelliger Milliardenhöhe für die ärmsten Länder der Welt beschlossen. Zudem wollen sie diese Staaten künftig verstärkt unterstützen. Die G-8 sind die USA, Kanada, Japan, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Russland.

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