„6 aus 49“ Vierthöchster Jackpot geknackt

Das gab es zuvor nur einmal beim Lotto: Für den Jackpot hätten diesmal allein sechs Richtige gereicht. Doch ein Berliner hat auch die Superzahl richtig getippt – er streicht fast 34 Millionen ein.
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Wird der Jackpot zwölf Wochen in Folge nicht geknackt, werden die Hürden gesenkt: Dann reichen auch sechs Richtige, um den Hauptgewinn einzustreichen. Quelle: dpa
Zwangsausschüttung

Wird der Jackpot zwölf Wochen in Folge nicht geknackt, werden die Hürden gesenkt: Dann reichen auch sechs Richtige, um den Hauptgewinn einzustreichen.

(Foto: dpa)

SaarbrückenDer vierthöchste Gewinn beim deutschen Lotto „6 aus 49“ geht nach Berlin. Der auf 33,8 Millionen Euro angewachsene Jackpot wurde am Mittwochabend geknackt. Der Spieler aus Berlin ist der bundesweit einzige, der alle sechs Zahlen plus Superzahl richtig getippt hatte, wie Saarland-Sporttoto am Donnerstag mitteilte. Damit wurde zum zweiten Mal in der Lotto-Geschichte Deutschlands eine „Zwangsausspielung“ abgewendet, bei der sechs Richtige für den Hauptgewinn gereicht hätten.

Gezogen wurden am Mittwochabend in Saarbrücken die Glückszahlen 5, 12, 13, 33, 38, 39 sowie die Superzahl 4. Der Berliner ist nach Angaben des Deutschen Lotto- und Totoblocks der 34. Tipper, der in diesem Jahr mit dem Spiel „6 aus 49“ zum Millionär wurde.

Abgegeben wurde der Lottoschein mit den Gewinnzahlen am Mittwochmorgen um 7.59 Uhr in einer Annahmestelle in Berlin-Mariendorf, einem unspektakulären Stadtteil im Süden der Hauptstadt. „Das war sicher jemand auf dem Weg zur Arbeit oder ein Rentner, der Brötchen geholt hat“, sagte Lotto-Sprecher Thomas Dumke aus Berlin.

Bisher kennt die Lottogesellschaft den Gewinner nicht, weil die Scheine ohne Namen abgegeben werden. Dass eine größere Tippgemeinschaft abräumte, hält Dumke für sehr unwahrscheinlich. Der Schein mit fünf Tipps für die beiden Ziehungen am Mittwochabend und Samstagabend kostete nur 10,50 Euro. Ein typischer Einzelspieler, so Dumke.

Bei der Ziehung am Mittwoch wäre auf jeden Fall der Jackpot ausgeschüttet worden, da er in den vergangenen zwölf Wochen nicht geknackt worden war. Nach den Spielbedingungen muss der Gewinntopf spätestens bei der 13. Ziehung ausgespielt werden. Notfalls hätten auch sechs Richtige oder weniger für den Hauptgewinn gereicht.

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Die meisten der 1001 Befragten ginge sehr zurückhaltend mit dem neuen Reichtum um: 46 Prozent würden sich eine Weltreise gönnen, 32 Prozent würden gar nichts Grundlegendes am Leben ändern, 31 Prozent ihren Wohnsitz verlegen. Noch ein Prozent der Befragten gab an, im Falle eines zehn Millionen Euro-Gewinnes den Partner verlassen zu wollen.

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Aber nur 15 Prozent würden als Multimillionäre ihren Job aufgeben oder ihn wechseln. Für Dr. Johannes Ullrich, Psychologe an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, bestätigen sich damit langjährige Forschungsergebnisse: „Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass Arbeit nicht nur wichtig ist, um materiell abgesichert zu sein, sondern auch, um dem Tag Struktur zu geben und um soziale Beziehungen über die Familie hinaus zu etablieren.“

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Die Umfrage, die Emnid für die Zeitschrift Reader‘s Digest durchgeführt hat, zeigt, wie die Deutschen mit einem Lottogewinn umgingen. So gaben 45 Prozent an, sie würden einen Großteil des Geldes für die private Vorsorge anlegen, 34 Prozent würden ihren persönlichen Lebensstandard erhöhen, weitere 17 Prozent würden eine Geschäftsidee verwirklichen.

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Die große Mehrheit der Befragten würde den Zehn-Millionen-Gewinn geheim halten. 79 Prozent der Befragten informieren den Partner oder die Partnerin, 60 Prozent könnten sich auch vorstellen, den Eltern, Geschwistern und nahen Verwandten davon zu erzählen. Aber nur 32 Prozent würden Freunde über den Lotteriegewinn informieren, gar nur elf Prozent würden es den Kollegen am Arbeitsplatz erzählen.

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„Dass man Freunden nichts erzählt, ist nicht so sehr der Angst geschuldet, die könnten etwas abhaben wollen. Man will vermeiden, dass man sich in den Augen der anderen verändert“, erklärt Psychologie Ullrich dieses Phänomen des Verschweigens. Freunde suche man sich nach dem Gleichheitsprinzip aus und ein riesiger Lottogewinn verändere diese Balance.

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Dazu passt auch der Aspekt der Umfrage, mit wem man den Gewinn denn teilen würde. An erster Stelle rangiert mit 92 Prozent die Familie, in großem Abstand folgen mit 41 Prozent die Freunde. Dafür behaupten 87 Prozent, sie würden zumindest Teile der Millionen für einen guten Zweck spenden.

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Auf die entsprechende Frage, ob Geld glücklich macht, antworteten 62 Prozent denn auch mit Nein und 37 Prozent mit Ja. Dabei glauben eher sehr junge und alte Befragte, daran, dass Geld einen Anteil am Glücklichsein hat. Bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 43 Prozent, bei den 60+-Jährigen 39-Prozent.

Diese Konstellation gab es vorher nur einmal: Am 23. September 2009 drohte dem Jackpot ebenfalls eine Zwangsausschüttung. Dazu war es aber nicht gekommen, weil in der 13. Ziehung ein Tipper aus Bayern einen Sechser plus Superzahl hatte und sich über den damals rund 31,7 Millionen Euro schweren Gewinntopf freuen konnte.

Die bisher höchste Summe war im Dezember 2007 mit gut 45 Millionen Euro ausgespielt worden, nachdem der Jackpot ebenfalls bei den zwölf vorangegangen Ziehungen nicht geknackt worden war. Der Gewinn wurde zwischen drei Tippern aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen aufgeteilt.

Sechs Richtige ohne Superzahl hatte bei der Ausspielung am Mittwoch niemand. Dann hätten auch fünf Richtige plus Superzahl für den Hauptgewinn gereicht. Das schafften laut Saarland-Toto 52 Tipper. Jeder von ihnen gewann knapp 15 000 Euro.

  • dpa
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