Aus aller Welt
60-jähriger Geisterfahrer wollte Zeit sparen

Zwei Autofahrer haben mit lebensgefährlichen Falschfahrten auf Autobahnen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Polizeieinsätze provoziert. Um Zeit zu sparen, benutzte ein 60 Jahre alter Mann die A 44 Kassel-Dortmund absichtlich in falscher Richtung.

HB BRAUNSCHWEIG. Der Geisterfahrer aus Baden-Württemberg habe am Mittwochabend am Kreuz Wünnenberg-Haaren die Abfahrt in Richtung Paderborn passiert und dann auf einem Parkplatz gewendet, teilten die Behörden mit. Auf dem Seitenstreifen fuhr er fünf Kilometer zurück, bevor die Polizei ihn stoppte.

Vier Streifenwagen und das Anhalten des Verkehrs bei Wolfsburg waren nötig, um einen 75 Jahre alten, geistig verwirrten Falschfahrer zu stoppen. Zuvor hatte er in der Nacht zum Donnerstag 25 Kilometer auf der Autobahn 2 zurückgelegt. „Wie durch ein Wunder“ habe es keine Unfälle gegeben, erläuterte die Polizei. Ein Autofahrer, der ihm mit Tempo 160 auf der Überholspur entgegenkam, konnte durch eine Vollbremsung einen Zusammenstoß vermeiden.

Eine Streifenwagenbesatzung hatte den Geisterfahrer zwischen Braunschweig und Helmstedt entdeckt. Da er auf das Blaulicht nicht reagierte, nahmen die Beamten die Verfolgung auf. Um Unfälle zu verhindern, stoppte die Polizei den Verkehr vor dem Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter. Als der Fahrer angehalten werden konnte, sei er sich keiner Schuld bewusst gewesen. Der Mann aus Celle leidet nach Polizeiangaben unter Demenz und musste den Führerschein abgeben. Die Familie des Rentners hatte bereits eine Vermisstenmeldung aufgegeben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%