60 Jahre danach
Gedenken an Befreiung der Konzentrationslager

Ehemalige Häftlinge, Veteranen der US-Armee und Politiker gedenken an diesem Sonntag in Weimar der Befreiung der nationalsozialistischen Konzentrationslager.

HB WEIMAR. 60 Jahre nach Kriegsende erinnert die Bundesrepublik erstmals mit einer zentralen Feier an die Befreiung der Lager, in die Hunderttausende Menschen aus ganz Europa verschleppt worden waren. Allein im KZ Buchenwald bei Weimar, in das von 1937 bis Kriegsende eine Viertelmillion Menschen gebracht wurden, starben mehr als 56 000 Häftlinge.

Zu den Rednern im Deutschen Nationaltheater gehören neben Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Schriftsteller und ehemaligen Buchenwald-Häftlinge Jorge Semprún und Imre Kertész, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Paul Spiegel, sowie der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma, Romani Rose. Danach ist eine Kranzniederlegung in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald geplant. Das KZ war eines der größten Lager der Nationalsozialisten auf deutschem Boden.

Die 6. Panzerdivision der 3. US-Armee hatte das KZ Buchenwald am 11. April 1945 erreicht. Noch etwa 21 000 Häftlinge erlebten die Befreiung, unter ihnen 900 Kinder. Tausende Häftlinge waren von der SS noch unmittelbar vor der Befreiung auf „Todesmärsche“ geschickt worden.

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