61-Jähiger gilt als Huber profilierter Intellektueller
Landesbischof Huber neuer EKD-Chef

(EKD). Mit deutlicher Mehrheit wählten die Mitglieder der EKD-Synode und der Kirchenkonferenz den 61 Jahre alten Theologen am Mittwochmorgen in Trier zum höchsten evangelischen Repräsentanten in Deutschland. Hubers Stellvertreter wurde der thüringische Landesbischof Christoph Kähler.

HB TRIER/BERLIN. Die 120 Mitglieder der Synode und die 24 Vertreter der Landeskirchen entschieden sich am Mittwoch in Trier erwartungsgemäß mit großer Mehrheit für Huber. Er erhielt 121 der 135 Stimmen und ist jetzt Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Thüringer Landesbischof Christoph Kähler (59) wurde im Anschluss zu Hubers Stellvertreter gewählt - der Ostdeutsche kam auf 118 von 133 Stimmen.

Huber nahm die Wahl an mit den Worten: „Ich danke meinerseits für das Vertrauen (der Synodalen) und setze mein Vertrauen auf Gottes Hilfe.“ Huber folgt auf den EKD-Ratsvorsitzenden Manfred Kock (67). Die Mitglieder der Synode erhoben sich während der Wahl und dankten Kock mit lang anhaltendem rhythmischen Applaus. Huber wird am Donnerstag offiziell in sein Amt eingeführt. Bundespräsident Johannes Rau und der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) werden in Trier erwartet. Huber gilt als einer der profiliertesten Intellektuellen des deutschen Protestantismus.

Der 61-Jährige macht sich für ein klares evangelisches Profil stark und eine Kirche, die sich in gesellschaftspolitische Diskussionen von der Bioethik bis zum Kopftuchstreit einmischt. Der Theologe gehört dem Nationalen Ethikrat an. 1993 wurde Huber zum „Hauptstadtbischof“. Er galt bereits 1997 als Favorit für die Wahl des EKD-Ratsvorsitzenden, unterlag bei der Abstimmung aber dem rheinischen Präses Manfred Kock.

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