70. Geburtstag
Neuer Plattenvertrag für Aretha Franklin

Heute feiert sie ihren 70. Geburtstag, doch die Soul-Legende Aretha Franklin denkt nicht ans Aufhören. Laut einem Bericht hat sie gerade einen neuen Plattenvertrag unterschrieben.
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New YorkVon Rente keine Spur: Aretha Franklin hat zu ihrem 70. Geburtstag einen neuen Plattenvertrag ausgehandelt. Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ einigte sich die „Queen of Soul“ mit ihrem früheren Produzenten Clive Davis auf eine neuerliche Zusammenarbeit. Den Deal machten beide dem Blatt zufolge auf einer Party in New York klar - Franklins eigener Geburtstagsparty am Vorabend ihres 70. Geburtstages, den sie heute feiert.
Franklin und Davis kennen sich seit Jahrzehnten. Der Produzent, der in gut einer Woche 80 wird, hatte der Sängerin in den 80er Jahren zu einem Neustart verholfen, nachdem sie in der Discozeit an Boden verloren hatte. Davis war auch Entdecker und Förderer von Franklins Patentochter Whitney Houston. Die 48-Jährige war Anfang Februar unmittelbar vor einer Party bei Davis gestorben.

Franklin war „Forbes“ zufolge in bester Stimmung. Sie fühle sich eher wie 50 als wie 70 sagte sie. Die Diva nannte sich selbst „Reeree Button“ - nach ihrem Spitznamen „Reeree“ und F. Scott Fitzgeralds Romanfigur Benjamin Button, dem Mann, der rückwärts alterte und immer jünger wurde.

Aretha Louise Franklin wurde in Tennessee in einem Holzhaus geboren, das aus gerade zwei Zimmern bestand. Die Eltern zogen in die Nähe von Detroit, doch trennten sie sich bald und die Pastorentochter wuchs vor allem bei ihrer Großmutter auf. Natürlich sang sie im Kirchenchor und bald auch auf kleineren Bühnen. Plattenfirmen wurden auf sie aufmerksam, und die Musik der jungen Aretha verkaufte sich gar nicht schlecht. Aber es war wohl doch nicht ganz ernst gemeint, als der 23-Jährigen während einer Fernsehshow der Titel „Queen of Soul“ verliehen wurde.

So etwas muss schließlich verdient werden - und das tat sie. „Respect“ war nicht einmal neu, aber in ihrer Fassung schlug der Song ein. Kein Wunder, forderten 1967 doch nicht nur Franklin, sondern auch Millionen weitere Schwarze in den USA - und nicht nur da - von der Mitwelt „R-E-S-P-E-C-T“. „Ich und die Mehrheit der Schwarzen“, sagte sie damals, „schauen gerade ein zweites Mal in den Spiegel. Nicht, dass wir uns vorher für uns geschämt hätten. Wir fangen lediglich an, uns zu schätzen, wie wir sind.“

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