72 Bodypacks
Teddybär dient als Kokain-Versteck

Vom Schmusetier zum Drogen-Kurier: Bei der Suche nach einem Versteck für Kokain hat ein 15 Jahre altes Mädchen noch nicht einmal vor einem Teddybären halt gemacht.

HB STUTTGART/BASEL. In einem Teddybär hat eine 15-jährige Schweizerin Kokain geschmuggelt. Zollbeamten fiel bei einer Kontrolle in einem ICE in Richtung Schweiz Ende April der 80 Zentimeter große Bär des Mädchens wegen seines hohen Eigengewichts auf, wie das Zollfahndungsamt in Stuttgart am Mittwoch mitteilte. Sie entdeckten eine nachträglich angebrachte Naht am Bauch des Plüschtieres. Auf Nachfrage erklärte die 15-Jährige: „Den Teddybären hat mir ein Freund in Amsterdam geschenkt.“

Erst auf intensives Nachfragen gestand sie, dass sich im Bauch des Bären 50 bis 100 Päckchen mit Kokain befänden. Sie wollte das Rauschgift von Amsterdam in die Schweiz schmuggeln. Bei der genaueren Untersuchung wurden 72 Bodypacks im Straßenwert von 50 000 Euro sicher gestellt. Das Mädchen hatte für den Schmuggel-Auftrag 3 000 Schweizer Franken (knapp 2 000 Euro) als Lohn erhalten.

Nach der Vernehmung durch den Zoll wurde die junge Frau den Schweizer Behörden übergeben. Die weiteren Ermittlungen der Zollfahndung gegen die Hintermänner dauern nach Angaben eines Sprechers noch an.

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