8000 Polizisten im Einsatz
Mai-Krawalle in Berlin-Kreuzberg verliefen glimpflich

Am Rande eines Straßenfestes im Berliner Stadtteil Kreuzberg ist es am Samstagabend zu Ausschreitungen gekommen. Diese fielen aber weniger heftig aus als in früheren Jahren. Die Polizei ist mit ihrem Einsatz zufrieden.

HB BERLIN. In Berlin hat es wie erwartet am Abend des 1. Mai Krawalle gegeben. Laut Agenturberichten kam es nach der friedlich verlaufenden «Revolutionären Mai-Demo» zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rund 300 jugendlichen Randalierern und der Polizei. Nach Einschätzung der Polizei waren die Proteste jedoch weniger gewalttätig als in den vergangenen Jahren.

«Es war in diesem Jahr nicht so schlimm und nicht so spektakulär», sagte ein Sprecher. Das Konzept zur Deeskalation habe Erfolg gehabt. Die rund 8000 Beamten aus elf Bundesländern, die in Berlin eingesetzt wurden, schritten nach Angaben der Nachrichtenagentur AP bereits bei kleineren Ausschreitungen ein. Genaue Zahlen zu Verletzten und Festnahmen wollen die Behörden am Nachmittag bekannt geben.

Am Rande eines friedlichen Straßenfestes im Stadtteil Kreuzberg hatten in der Nacht zu Sonntag etwa 300 Randalierer Steine und Flaschen gegen Polizisten geschleudert. Vermummete beschossen die Polizisten zudem mit Feuerwerkskörpern. Einige Randalier setzten Mülltonnen in Brand und versuchten, Autos umzuwerfen.

Laut der Polizei gelang es den Prostierenden allerdings nicht, sich zu größeren Gruppen zusammenzutun. Mannschaftswagen fuhren in die Menge, um sie aufzulösen. Die Krawalle dauerten bis zum frühen Morgen an.

Bereits am Nachmittag war es bei der Demonstration gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD im Stadtteil Lichtenberg zu Ausschreitungen gekommen. Mehrere hundert Demonstranten versuchten, den Aufmarsch zu stören, Blockaden wurden errichtet. Es wurden rund 60 Menschen festgenommen.

Zum 17. Mal in Folge hat es an einem 1. Mai Ausschreitungen in Kreuzberg gegeben. Bei Straßenschlachten im vergangenen Jahr waren 175 Polizisten verletzt und 139 Demonstranten festgenommen worden. Die Berliner Polizei hatte vor einigen Tagen angekündigt, diesmal hart gegen Randalierer vorzugehen.

Es gibt nach den Mai-Demos am Rande des Kreuzberger Straßenfests seit Jahren immer wieder tätliche Angriffe auf Polizisten, Plünderungen und umfangreiche Sachbeschädigungen durch eine militante Minderheit unter den Demonstranten.

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