84-Jähriger hat weiter Schluckbeschwerden
Papst steht vor einer weiteren Operation

Papst Johannes Paul II. muss nach Meinung von Ärzten vermutlich demnächst operiert werden, um eine neue Magensonde zur besseren künstlichen Ernährung zu erhalten.

HB ROM. Bei einem solchen Eingriff solle eine größere Sonde durch die Bauchdecke in den Magen eingeführt werden, berichteten italienische Zeitungen am Donnerstag unter Berufung auf Experten. Der 84-Jährige erhält wegen seiner Schluckbeschwerden derzeit Nahrung mittels einer kleineren Sonde, die ohne eine Operation als Schlauch durch Nase und Speiseröhre in den Magen geleitet wurde.

Eine durch die Bauchdecke eingeführte Sonde ermögliche eine verlässlichere künstliche Ernährung auch über einen längeren Zeitraum, sagte der Neurologe und Parkinson-Spezialist Prof. Gianni Pezzoli der römischen Zeitung „La Repubblica“. Auch das Risiko einer Infektion würde dadurch vermindert.

Zugleich meinte Pezzoli, später wäre es durchaus denkbar, dass die Ärzte die Kanüle zur Atemerleichterung aus dem Hals des Papstes entfernten. Dann könne der Kirchenführer möglicherweise auch wieder sprechen. Die Ärzte hatten dem Papst wegen akuter Atemnot bei einem Luftröhrenschnitt Ende Februar die Kanüle eingesetzt.

Auch Ärzte aus dem Umkreis des Papstes und im Gemelli-Krankenhaus befürworteten eine weitere Operation, hieß es in anderen italienischen Zeitungen. Allerdings gebe es unterschiedliche Meinungen. Der Gesundheitszustand des katholischen Kirchenoberhauptes hat sich seit der Entlassung aus der Klinik am 13. März dramatisch verschlechtert. Der an Parkinson leidende Papst wirkt abgemagert und geschwächt und konnte zuletzt trotz verzweifelter Versuche nicht mehr zu den Gläubigen sprechen.

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