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Heidelberg kein Weltkulturerbe

Enttäuschung in der baden-württembergischen Universitätsstadt: Die Unesco hat den Antrag Heidelbergs auf den Welterbe-Status zum zweiten Mal abgelehnt. Drei andere Anträge wurden dagegen positiv beschieden.

HB CHRISTCHURCH/AUCKLAND. Das Welterbe-Komitee der Unesco erkannte am Freitag den Kaiserpalast Romuliana-Ganzigrad aus dem 3. und 4. Jahrhundert in Serbien, die Felslandschaft Gobustan mit teils 4000 Jahre alten Malereien in Aserbeidschan und das zwischen 1949 und 1952 gebaute Gelände der autonomen Nationaluniversität in Mexiko als Welterbe an. Damit schloss das Welterbe-Komitee, das zur Zeit in Christchurch in Neuseeland tagt, die Anträge auf Neuaufnahmen ab. Die Sitzung endet am 2. Juli.

Der Antrag Heidelbergs auf den Welterbe-Status war am Morgen zum zweiten Mal zurückgewiesen worden. Das Welterbe-Komitee verlangte eine ausführlichere Darlegung des einzigartigen Charakters des Ensembles aus Schloss, Altstadt und Landschaft. Anfang der Woche hatte das Komitee für das bereits auf der Liste stehende Dresdner Elbtal ein Ultimatum verhängt: Sollte Deutschland bis zum 1. Oktober keine Alternativpläne zu der dort vorgesehenen vierspurigen Brücke vorlegen, werde der Eintrag gestrichen.

Ob Heidelberg im kommenden Jahr erneut vorgeschlagen wird, ist nach Angaben der Vertreterin der Bundesländer bei der Unesco, Birgitta Ringbeck, noch völlig offen. Deutschland könne der Unesco pro Jahr lediglich je eine Kultur- und eine Naturerbe-Stätte vorschlagen. Die Bundesländer müssten nun darüber beraten, da Heidelberg schon eine „Ehrenrunde“ hinter sich habe.

„Die Vorschlagliste wird abgearbeitet. Eigentlich wären als nächstes die Siedlungen der Berliner Moderne dran“, sagte Ringbeck in Christchurch. Es sei Aufgabe der Kultusministerkonferenz (KMK), darüber zu entscheiden, wann Heidelberg sein überarbeitetes Dossier einreichen dürfe.

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