8 000 Hektar Kiefernwald wurden Ruab der Flammen
Feuerwehr dämmt Waldbrände in Südfrankreich ein

Die Feuerwehr in Südfrankreich hat am Mittwoch die Waldbrände an der Cote d'Azur eingedämmt, zugleich aber vor einem Wiederaufflammen der Brände gewarnt. „Im Moment scheint das Feuer zurückzuweichen, aber es ist noch nicht ganz gelöscht“, sagte ein Feuerwehrsprecher mit Verweis auf einen am Vortag wieder entfachten Großbrand bei der Ortschaft La Motte.

Reuters NIZZA. Nachlassende Winde unterstützen die Brandbekämpfung. Die Polizei weitete ihre Fahndung nach mutmaßlichen Brandstiftern aus, von denen einer noch am Mittwoch vor Gericht gestellt werden sollte. Die Brände haben weite Teile der Küstenregion zwischen Cannes und Toulon zerstört. Vier Menschen kamen in den Flammen ums Leben.

„Das Großfeuer bei La Motte brennt immer noch“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Dort waren am Mittwoch nach Angaben der Feuerwehr rund 700 Mann im Einsatz, die von vier Löschflugzeugen und drei Hubschraubern unterstützt wurden. Mehr als 8 000 Hektar Kiefernwald fielen bislang in der Region den Flammen zum Opfer. Fast 5 500 Urlauber hatten ihre Ferienhäuser und Zeltplätze verlassen müssen, vier von ihnen kamen ums Leben. Nur hundert Meter von ihrem unversehrten Ferienhaus entfernt hatten Feuerwehrleute die verbrannten Leichen einer Jugendlichen aus Großbritannien und deren Großmutter gefunden. Auch eine Niederländerin und ein Mann aus Polen starben in den Flammen.

Die Polizei vermutet, dass die rund 30 Feuer von Brandstiftern gelegt wurden. An einer Straße nahe Nizza wurde am Dienstag ein Mann verhaftet, der ein brennendes Feuerzeug in der Hand hielt. Der Mann stammt aus der nahe Stadt Figanieres. Nach Angaben der Polizei hatte er sich Augenzeugen zufolge verdächtig verhalten. Die Behörden wiesen darauf hin, dass Brandstiftern bis zu 30 Jahre Gefängnis drohen. Der französische Staatspräsident Jacques Chirac hatte am Dienstag Brandstiftern harte Strafen angedroht. „Sollten einige der Feuer kriminellen Ursprungs sein - und es gibt gute Gründe zu glauben, das dem so ist - werden die Schuldigen mit außerordentlicher Schärfe verfolgt“, sagte Chirac.

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