A 2 nach kräftigen Schneefällen gesperrt
Tausende übernachten auf der Autobahn

Der erneute Wintereinbruch mit starken Schneefällen ist in der Nacht zu Freitag für zahlreiche Menschen zur Schnee-Falle geworden. Auf Deutschlands Autobahnen herrschte Chaos. Doch Entspannung ist in Sicht: Für das Wochenende sagten die Meteorologen Regen und Schneeregen, aber auch Sonne bei steigenden Temperaturen bis zu frühlingshaften 15 Grad voraus.

HB PORTA WESTFALICA/HAMBURG/FRANKFURT. Tausende Menschen saßen auf Autobahnen in Norddeutschland, Westfalen und Niedersachsen fest. Nach reichlich Neuschnee in der Nacht wurden ganze Abschnitte gesperrt. Auch die Ausweichstrecken waren schnell überlastet. Es gab zahlreiche Unfälle mit Verletzten. Ein Mann starb bei einem glättebedingten Unglück auf einem Bahnübergang. In mehreren niedersächsischen Orten verhinderte das Winterwetter die Zeugnisvergabe an den Schulen. Schneechaos gab es auch im europäischen Ausland.

Glatteis war nach Angaben der Polizei vermutlich die Ursache für einen tödlichen Unfall in Sachsen-Anhalt. Ein Kleintransporter durchbrach am Bahnübergang Niemberg eine Schranke und wurde von einem Güterzug erfasst. Der Fahrer des Wagens war sofort tot.

Die A 2 (Hannover - Dortmund) war kurz nach Mitternacht zwischen Porta Westfalica und Bad Eilsen nach einem Unfall wegen liegen gebliebener Fahrzeuge komplett gesperrt worden - Folge: bis zu 30 Kilometer Stau. Erst gegen Mittag lief der Verkehr wieder stockend. Mehrere hundert Autofahrer haben die Nacht zum Freitag in dem Stau verbracht. Helfer vom Roten Kreuz verteilten Decken, Tee und Kaffee an die Festsitzenden, unter ihnen auch eine Mutter mit ihrem Baby. Die beiden wurden zwischen liegen gebliebenen Fahrzeugen hindurch von der Autobahn gelotst. „Die Leute frieren und sind dankbar für die heißen Getränke“, sagte Einsatzleiter Bernd Harmening am frühen Morgen. Vor allem seien sie froh, dass sich jemand um sie kümmere.

Auf der A 1 zwischen dem Kreuz Hamburg-Ost und Ahrensburg in Schleswig-Holstein mussten Autofahrer bis zu fünf Stunden in ihren Wagen ausharren. Betreuungsgruppen des Katastrophenschutzes versorgten die Fahrer mit Tee und Kaffee. „Die Leute waren ganz freundlich und friedlich. Echte Notfälle hatten wir nicht“, sagte Einsatzleiter Dieter Ritscher. Auf der A 7 (Hamburg - Flensburg) musste eine Mutter von sechs Jahre alten Vierlingen in einem Stau starke Nerven beweisen. „Es war zum verrückt werden. Fast eine Stunde ging gar nichts mehr. Ich habe mit den Kindern gesungen, damit sie nicht quengelig werden“, sagte sie.

Seite 1:

Tausende übernachten auf der Autobahn

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%