Ab Dienstag wieder sonnig
Gewittertief „Napoleon“ rückt vor

Der Hitzesommer in Deutschland holt tief Luft, gibt sich aber noch nicht geschlagen. Das Gewittertief Napoleon rückt von Frankreich über Benelux nach Deutschland vor und sorgt am Montag vielerorts für Schauer und Gewitter.

HB/dpa OFFENBACH. Warm und schwül wird es aber trotzdem wieder, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Sonntag ankündigte. Ab Dienstag sorgt zwar ein Azorenhoch noch für trockenes und sonniges Wetter, doch zum Wochenende wird es wechselhafter und ein paar Grad kühler.

Am Montag ziehen die dichten Wolken von „Napoleon“ über Deutschland. Die Höchsttemperaturen bewegen sich zwischen 24 Grad in Alpennähe und 30 Grad an Elbe und Neiße. Die Gewitter können laut DWD vor allem im Osten ziemlich kräftig ausfallen. „Flächendeckenden Regen bringt Napoleon aber immer noch nicht“, sagte DWD-Meteorologe Norbert Bonanati. „An manchen Orten gibt es nur einen kurzen Guss, der fast gar kein Wasser bringt.“ Die extreme Trockenheit der vergangenen drei Wochen könne „Napoleon“ ohnehin nicht ausgleichen.

In Bremen und Magdeburg ist seit den 27. Juli nach Angaben des DWD kaum ein Tropfen Regen gefallen. Absolut trocken ist der August bislang in Gegenden von Thüringen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Nordbayern geblieben, auch vom Oldenburger- bis zum Münsterland hat es vielerorts gar nicht geregnet. In Süddeutschland fiel Regen, aber weniger als üblich. So blieben Kempten im Allgäu mit 51 Litern Regen pro Quadratmeter und Stötten auf der Schwäbischen Alb mit 34 Litern bisher unter den für August üblichen Mengen.

Am Dienstag fallen laut DWD im Süden und Nordosten Deutschlands noch ein paar Schauer, vereinzelt sind Gewitter möglich. Wetterbestimmend wird aber ein Azorenhoch. „Das sorgt für weitgehend trockenes und warmes Wetter, aber so super-bombastisch wie beim Hoch Michaela wird es nicht“, sagte Bonanati. Sonnenschein und lockere Wolken wechseln sich ab, die Temperaturen liegen zwischen 23 und 28 Grad.

Am sonnigsten war der Jahrhundert-Sommer einem Medienbericht zufolge bisher in Karlsruhe. Seit Anfang des Jahres schien die Sonne dort 1611 Stunden, berichtete die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf das Berliner Meteorologie-Institut MC Wetter. Am wolkenreichsten war Hannover, wo die Sonne lediglich 1380 Stunden lang schien.

Wechselhafteres Wetter kündigte DWD-Meteorologe Bonanati für kommenden Freitag und das Wochenende an. „Dann ist nicht mehr eitel Sonnenschein“, sagte er. Einzelne Regenschauer fallen, und die Höchsttemperaturen sacken ab auf 19 bis 25 Grad.

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