Abflauende Winde Erste Brände in Südkalifornien eingedämmt

Tausende Feuerwehrleute kämpfen seit Tagen im Süden von Kalifornien gegen Waldbrände. Eine Frau ist ihnen zum Opfer gefallen. Günstigere Wetterbedingungen erlauben jetzt, das größte Feuer etwas unter Kontrolle zu bekommen.
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Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat in den betroffenen Regionen den Notstand erklärt. Quelle: AFP
Feuerwehren im Dauereinsatz

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat in den betroffenen Regionen den Notstand erklärt.

(Foto: AFP)

Los AngelesIm Kampf gegen die sechs in Südkalifornien wütenden Waldbrände hat die Feuerwehr erste Erfolge erzielen können. Der größte dieser Brände, das sogenannte Thomas-Feuer bei Ventura südlich von Santa Barbara, habe bis Freitagabend (Ortszeit) zu zehn Prozent eingedämmt werden könnten, schrieb die Zeitung „Los Angeles Times“ unter Berufung auf einen Sprecher der kalifornischen Amts für Forstwesen und Brandschutz, Bill Murphy.

Die berüchtigten Santa-Ana-Winde hatten sich demnach etwas abgeschwächt und unter anderem den Einsatz von mehr Wasserflugzeugen ermöglicht. Es sei ein sehr erfolgreicher Tag an der Feuerfront gewesen, zitierte der TV-Sender CNN einen Abteilungsleiter desselben Amtes, Mark Brown.

Das „Skirball“-Feuer am Rande des Prominentenviertels Bel Air im Westen von Los Angeles hatte die dortige Feuerwehr zu 50 Prozent stoppen können, wie die Einsatzleitung in der Millionenmetropole am Freitag über Twitter mitteilte. Der Stadtteil mit teuren Villen sei glimpflich davongekommen. Sechs Häuser seien abgebrannt und zwölf weitere beschädigt worden, hieß es.

Klimaexperten machen die extreme Trockenheit und die seit Montag tobenden Santa-Ana-Winde für die Feuer im Süden Kaliforniens verantwortlich. Bis Sonntag rechnen die Meteorologen noch mit starken Windböen. Vor den sechs Waldbränden, die zum Teil seit Wochenbeginn zwischen Santa Barbara und San Diego wüten, mussten Medienberichten zufolge bisher mehr als 200.000 Menschen fliehen, gut 500 Gebäude seien zerstört worden. Tausende Häuser waren zudem vom Strom abgeschnitten.

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In einem abgebrannten Gebiet im Bezirk Ventura County wurde jetzt auch das erste Todesopfer der sechs Brände gefunden: Eine 70-jährige Frau geriet auf der Flucht mit ihrem Auto in einen Unfall und kam ums Leben, wie die örtlichen Behörden nach Medienberichten am Freitag mitteilten. Immer wieder von starken Winden angefacht, hatte sich das Thomas-Feuer seit dem Ausbruch am Montag schnell ausgedehnt. Bis Freitag brannte der „Los Angeles Times“ zufolge eine Fläche von fast 580 Quadratkilometern (143.000 Acres) ab.

Nördlich von San Diego waren am Freitag mehr als 1000 Feuerwehrleute im Einsatz, um das sogenannte Lilac-Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die Flammen zerstörten dort Medienberichten zufolge mindestens 85 Gebäude, darunter auch Wohnwagen. Auch ein Trainingszentrum mit wertvollen Rennpferden brannte ab. Die Besitzer hätten die Tiere wegen der schnell um sich greifenden Flammen nur noch aus ihren Ställen befreien können und mussten sie dann sich selbst überlassen. 25 Pferde seien verendet, schreibt die „Los Angeles Times“ weiter. Drei Menschen erlitten demnach Verletzungen.

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, hat in den betroffenen Regionen den Notstand erklärt. Am Freitag teilte Brown mit, dass die Regierung in Washington Bundesmittel und die Unterstützung durch die Katastrophenschutzbehörde FEMA zugesagt habe.

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  • dpa
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