Abgebrannter historischer Speicher
Feuerwehrmann gesteht Brandstiftung in Wolgast

Ein Großbrand hat in der Nacht zum Mittwoch das mehr als 170 Jahre alte Wahrzeichen der vorpommerschen Hafenstadt Wolgast völlig zerstört. Nun ist der Brandstifter festgenommen worden. Über sein Motiv hat er sich nicht geäußert – aber es ist naheliegend.

HB WOLGAST. Ein Feuerwehrmann hat gestanden, den Brand eines historischen Speichers in der vorpommerschen Hafenstadt Wolgast gelegt zu haben. Über seine Motive äußerte der 25-Jährige sich nicht, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Es wird jedoch gemutmaßt, er habe der Feuerwehr einen „Job“ verschaffen wollen. Der Mann sei bereits am Mittwochabend festgenommen worden.

Der als Wahrzeichen von Wolgast geltende Großspeicher im Hafengelände war in der Nacht zum Mittwoch bis auf eine Giebelmauer völlig zerstört worden. Die Feuerwehr konnte nur noch das kontrollierte Abbrennen des über 150 Jahre alten Gebäudes sichern. Auch ein benachbartes Wohnhaus war niedergebrannt. Der Schaden beträgt mehr als 1,5 Millionen Euro.

Mit einer Grundfläche von fast 1 500 Quadratmetern zählte der unter Denkmalschutz stehende Speicher zu den größten Fachwerkgebäuden Europas. Bei dem 1835 auf Pfählen errichteten, 80 Meter langen und 18 Meter breiten Speicher handelte es sich zur damaligen Zeit um den modernsten seiner Art und fasste 5 000 Tonnen Getreide. Er war zur damaligen Zeit der modernste seiner Art. Der Speicher wird nicht wiederaufgebaut.

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