Absturz der Air-Asia-Maschine: Taucher bergen Stimmenrekorder

Absturz der Air-Asia-Maschine
Taucher bergen Stimmenrekorder

Taucher haben den Stimmrekorder der abgestürzten Air-Asia-Maschine geborgen. Experten beginnen nun mit der Auswertung. Das kann bis zu einem Monat dauern.
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JakartaZwei Wochen nach dem Absturz der AirAsia -Passagiermaschine vor der indonesischen Küste haben Taucher auch den zweiten Flugschreiber geborgen. Taucher fanden den Flugschreiber, der die Gespräche im Cockpit aufzeichnet, eingeklemmt unter einem Stück des Tragflügels.

Sie mussten das schwere Metallteil erst mit Luftkissen anheben, ehe sie die Box am Morgen heben konnten. 24 Stunden vorher war an gleicher Stelle, rund 180 Kilometer südwestlich der Küste Borneos, bereits der Datenschreiber geborgen worden. Er enthält automatische Messungen wie Höhe, Geschwindigkeit und Neigungswinkel der Maschine.

Wie auch der am Montag geborgene Flugdatenschreiber wurde der Stimmenrekorder nach Jakarta zur Auswertung gebracht, die bis zu einem Monat dauern kann. Von den Daten erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Unglücksursache.

Sämtliche Daten müssen mit der vorgesehenen Flugroute, der von den Fluglotsen autorisierten Route sowie Wetterkarten verglichen werden. Die Indonesier ziehen unter anderem Spezialisten der französischen Behörde für Flugsicherheit (BEA) zurate. Sie hatten die Datenschreiber der 2009 im Atlantik abgestürzten Air-France-Maschine AF447 ausgewertet und 2012 nachgewiesen, dass der Unfall durch technische Probleme und Pilotenfehler verursacht worden war.

Für Verwirrung sorgte die Theorie eines Einsatzleiters bei der Bergung, der australischen Medien sagte, die Maschine könnte vor dem Aufprall auf dem Wasser explodiert sein. Die indonesische Behörde für Transportsicherheit wies solche Spekulationen zurück.

Der Airbus A320 mit der Flugnummer QZ8501 war am 28. Dezember 2014 aus bislang unbekannten Gründen in die Javasee gestürzt. An Bord waren 162 Menschen. Niemand überlebte. Die Maschine war auf einem gut zweistündigen Flug von Surabaya auf der Insel Java nach Singapur. Die meisten Menschen an Bord waren Indonesier.

Bis zum Dienstag waren 48 Leichen geborgen worden. Ob weiter nach dem Rumpf der Maschine gesucht wird, war unklar. Der Chef der Einsatzkräfte, Bambang Sulistyo, sprach davon, die Bergungsaktion „herunterzufahren“.

„Wir wissen, dass die Familien Erwartungen haben. Ich weiß, wie sie sich fühlen, aber wir müssen auch im Auge behalten, inwieweit diese Bergungsaktion noch effektiv ist.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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