Absturz der Germanwings-Maschine
Die Suche nach den Ursachen geht weiter

Auch am Samstag bleiben noch viele Fragen rund um den Absturz der Germanwings-Maschine offen. Die Suche nach technischen Ursachen ist nicht vom Tisch, während immer mehr Details zur Person des Copiloten bekannt werden.
  • 0

Berlin/Düsseldorf/Seyne-les-AlpesAm Samstag haben französische Ermittler mitgeteilt, dass sie einen technischen Defekt zumindest als Mit-Ursache für das Flugzeug-Unglück immer noch in Betracht ziehen. „Derzeit kann die Hypothese eines technischen Fehlers nicht ausgeschlossen werden“, sagte der Chef der französischen Ermittler, Jean-Pierre Michel, dem französischen Sender BFMTV. Die Ermittlungen gingen voran, es fehlten aber noch „technische Details“. Bei den gemeinsamen Ermittlungen sollten Erkenntnisse vom Absturzort und dem Flugverlauf mit Ergebnissen der deutschen Ermittler verbunden werden, sagte Michel.

Der ganze Rummel um das Unglück wird unterdessen den Angehörigen und Freunden der verunglückten Passagiere zu viel. Sie haben darum gebeten, ungestört und in Ruhe trauern zu können. Unabhängig voneinander hätten sich viele Betroffene an die Lufthansa und Germanwings gewandt und um Zurückhaltung der Medien gebeten, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Samstag in Frankfurt. Dies habe die Airlines dazu bewogen, in einer Mitteilung darum zu bitten, von einer aktiven Kontaktaufnahme mit trauernden Angehörigen abzusehen. Da das große Interesse der Öffentlichkeit nachvollziehbar sei, seien Lufthansa und Germanwings für Medien-Anfragen aber rund um die Uhr erreichbar.
Zuvor hatten bereits die Angehörigen der spanischen Opfer die Medien im In- und Ausland um Respekt gebeten. Die Medien sollten vor allem davon Abstand nehmen, Fotos der Opfer aus den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, heißt es in einem am Freitag in Barcelona veröffentlichten Aufruf des „Betreuungszentrums für Angehörige“ (CAF) in Castelldefels bei Barcelona.

Kommentare zu " Absturz der Germanwings-Maschine: Die Suche nach den Ursachen geht weiter"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%