Absturz überm Bodensee
Retter bergen Flugzeugwrack und Leichen

Nach einer dreitägigen Suche haben Rettungskräfte das Wrack des abgestürzten Flugzeuges und zwei Leichen im Bodensee geborgen. Bei den Toten handelt es sich um den Piloten und einen bislang unbekannten Passagier.
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BregenzKnapp drei Tage nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs über dem Bodensee haben Rettungskräfte das Wrack sowie zwei Leichen geborgen. Nach Auskunft der Polizei im österreichischen Vorarlberg vom Montag ist einer der beiden Toten ein 55 Jahre alter Pilot aus Bludenz. Die Identität des zweiten Opfers sei noch unbekannt, sagte ein Sprecher. Auch zur Unfallursache und zum Ablauf gebe es bislang keine Hinweise. „Das wird noch eine Weile dauern.“ Das Kleinflugzeug war am Freitag vom Flugplatz Hohenems (Bezirk Dornbirn) aus zu einem Rundflug gestartet. Etwa fünfzehn Minuten später war die Maschine rund 1500 Meter vom Bregenzer Ufer entfernt in den See gestürzt, wie die Polizei mitteilte. Zeugen hätten berichtet, dass die Maschine beim Aufprall zerschellt sei.

Andere Beobachter sprachen laut Medienberichten davon, dass das Flugzeug bereits in der Luft auseinandergebrochen sei. An Bord der verunglückten Maschine gab es laut Polizei keine Aufzeichnungsgeräte, so dass die Ermittler sich auf die Interpretation der Wrackteile verlassen müssten.

Für die Suche waren unter anderem ein Sonargerät der Deutschen Wasserschutzpolizei Lindau und ein Unterwasserroboter mit Kamera eingesetzt worden. Zunächst fanden die Helfer nur kleine Einzelteile des Flugzeugs.

In der Nacht zum Montag entdeckten die Einsatzkräfte schließlich die stark demolierte Maschine in einer Tiefe von rund 50 Metern. „Die Taucher sind runter und haben das Wrack mit Seilen befestigt“, sagte der Polizeisprecher. „Dann wurde es mit Hebeballons nach oben gezogen und anschließend mit einem Kran herausgeholt.“ Rund 50 Einsatzkräfte der Wasserrettung, Feuerwehr und Polizei hatten drei Tage lang intensiv nach dem Wrack und dessen Insassen gesucht. Von deutscher Seite seien Wasserschutzpolizeien etwa aus Friedrichshafen, Konstanz und Lindau beteiligt gewesen, sagte der Sprecher. Ein Flugunfallexperte des Verkehrsministeriums aus Wien soll nun bei den Ermittlungen zur Unfallursache helfen.

Nach der Bergung des Flugzeugs geht die Suche nach dem Unfallhergang und der Identität des zweiten Opfers weiter. Die Leiche des 20 bis 30 Jahre alten Mannes sei wenige Meter außerhalb des Flugzeugwracks gefunden worden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Aufschluss erhofften sich die Ermittler nun von einem Handy, das bei den Trümmern gefunden wurde.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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