Absturz von Germanwings-Flieger
Entsetzen am Zielort Düsseldorf

Erschütternde Szenen am Düsseldorfer Flughafen, als die wartenden Angehörigen vom Absturz von Germanwings-Flug 4U 9525 erfahren. Notfallseelsorger und Ärzte versuchen zu helfen. Viele Gäste wissen nichts von dem Unglück.
  • 2

DüsseldorfIhr Gesicht ist tränennass, die Frau weint, schluchzt, muss von einem Begleiter gestützt werden und wird rasch in einen abgeschirmten Bereich des Düsseldorfer Airports geführt. Rund 20 Menschen warten im Ankunftsbereich des Airports, als ihre Vorfreude auf das Wiedersehen ihrer Lieben und die Ankunft von Flug 4U 9525 aus Barcelona in fürchterliches Entsetzen umschlägt.

15 Notfall-Seelsorger eilen herbei, betreuen sie, abgeschirmt vor neugierigen Blicken in einer VIP-Lounge, vor die gegen 14.00 Uhr ein Notarztwagen vorfährt. Der Flughafen hat einen Krisenstab eingerichtet. Sanitäter verschwinden in der Lounge.

„Wir kontaktieren jetzt die übrigen Angehörigen“, sagt ein Lufthansa-Sprecher. „Das ist ein schwarzer Tag für die Luftfahrt.“ Immer wieder müssen die Helfer eintreffende Angehörige in den gesicherten Bereich führen und ihnen „in der vermutlich schwärzesten Stunde ihres Lebens“ beistehen, wie Airportsprecher Thomas Kötter sagt.

Verweinte Augen, versteinerte Mienen, blankes Entsetzen. Ein Polizist nutzt seine Mütze als Sichtschutz vor Kameraobjektiven.

Etwas weiter wartet Jutta Lüdtke-Enking aus Düsseldorf mit rosa Blumen in der Hand und blass im Gesicht, auf ihre Schwestern, die in einem anderen Flieger aus Mallorca sitzen: „Ich bin die Strecke Barcelona-Düsseldorf mit Germanwings selbst oft geflogen. Da fehlen einem die Worte. Schrecklich.“

Seite 1:

Entsetzen am Zielort Düsseldorf

Seite 2:

Viele Passagiere wissen nichts vom Absturz

Kommentare zu " Absturz von Germanwings-Flieger: Entsetzen am Zielort Düsseldorf"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die Worte sind stets zu schwach in solchen Situationen. Viel Mut allen Angehoerigen und Kraft, diese Tragoedie zu ueberwinden.
    Was die Lufthansa angeht, so war es nur eine Frage der Zeit, bis so etwas passiert. Seit Jahren anhaltende Sparpolitik am falschen Ende, mieses, unfreundliches Personal - ich weiss gar nicht, woher sie diese Ueberheblichkeit bekommen - extra teure Preise, inexistenter Service uvm. Da kann man sich nicht wundern, dass viele inzwischen gen Arabische Emirate schielen und nur noch mit diesen Fluggesellschaften fliegen.
    Ich als ehemaliger Senator der Lufthansa auch. Fliege ausschliesslich nicht Lufthansa seit exakt 6 Jahren.

  • Mal sehen, was die Ursache war. Eines ist aber sicher: Die Lufthansa ist nur noch ein Schatten ihrer selbst, es wird gespart bis der Arzt kommt, das Personal ist häufig völlig unfähig (und unfreundlich noch dazu). Und die Piloten kümmern sich nur um ihre Pfründe. Für Spohr dürften die Tage als LH-Boss gezählt sein, zurecht.
    So etwas darf einfach nicht passieren.

    Tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%