Achenbach-Buch „Ich liebte Häftling No 1“
Einblick in die Welt der Superreichen

Die frisch gebackene Unternehmerin Dorothee Achenbach hat kürzlich eine Kunstberatung gegründet. Heute stellt sie Teil zwei ihrer Memoiren vor. Der Titel geht auf eine Selbstbeschreibung von Helge Achenbach zurück.
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DüsseldorfDer Name steht für ein schillerndes Jetset-Leben und für den Millionenbetrug des Kunstberaters Helge Achenbach an dem Aldi-Erben Berthold Albrecht. Dorothee Achenbach (53) war 25 Jahre mit dem Lebemann liiert, 20 Jahre verheiratet und hat zwei Kinder mit ihm. Seit letztem Herbst ist die Kunsthistorikerin und Journalistin von dem zu sechs Jahren verurteilten Betrüger geschieden. Er betrog nicht nur Kunden, sondern auch seine Ehefrau.

Das harte Ende des Luxuslebens, die Zeit der Inhaftierung und Spießrutenlauf während der gerichtlichen Ermittlungen hat Dorothee Achenbach in einem humorvoll ironischen Buch beschreiben. Rund 50.000 mal konnte der Düsseldorfer Droste Verlag das Taschenbuch „Meine Wäsche kennt jetzt jeder“ verkaufen.

Heute stellt die frisch gebackene Unternehmerin, die kürzlich eine Kunstberatung gegründet hat, Teil zwei ihrer Memoiren vor. „Ich liebte Sträfling No 1“. Der Titel geht auf eine Selbstbeschreibung von Helge Achenbach zurück. An Minderwertigkeitskomplexen hat er auch in seiner Haft nicht zu leiden gehabt. Er war immer etwas Besonderes.

Das ist auch Dorothee Achenbach, die nonchalant Einblick gibt in den Umgang der Superreichen mit Kunst, in ihr Ehe- und ihr Gefühlsleben. Eine Mischung, die wieder eine hohe Auflage verspricht.

Vorab verriet Dorothee Achenbach der Zeitschrift „Gala“ bereits einiges über das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann Helge Achenbach: „Ich hatte ja mit den Geschäften meines Mannes nichts zu tun. So, wie die Frauen von VW-Managern wahrscheinlich auch nichts von den Abgasmanipulationen wussten.“

Heute verstehe sie sich mit ihm gut, heißt es in einer Pressemitteilung der Zeitschrift. „So eine Scheidung kann zur Entspannung beitragen. (...) Er ruft mich morgens als erster an und abends als letzter, kommt häufig zu mir und den Kindern auf einen Kaffee vorbei.“

Die Veröffentlichung ihres neuen Buches hatte sich um zwei Wochen verzögert, da Babette Albrecht, Witwe von Aldi-Manager Berthold Albrecht, die Streichung einiger Textpassagen über ihren verstorbenen Mann erwirkt hatte. Die beiden Ehepaare waren früher befreundet.

In der aktuellen „Gala“ sagt Dorothee Achenbach jetzt, dass Babette Albrechts Schwager Theo Albrecht, der sich seinerseits mit Babette Albrecht in einem Rechtsstreit befindet, Kontakt zu ihr aufgenommen habe. „Das war eine große Überraschung. Aber wohl auch ein großes Bedürfnis. Es tat ihm sehr leid, dass es mich und die Kinder so getroffen hat.“

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  • Noch nie für eine Politische Person (so, großgeschrieben! Prima) gekämpft, aber in Trump und Putin verliebt sein wollen. Der Rest ist noch wirrer und inkoherenter, schon beim Namen angefangen. Deplorable Dummbeutel, so jämmerlich! Very sad!

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