Acht Jahre Haft
Schuldspruch im Fluglotsen-Mord

HB ZÜRICH. Gut drei Jahre nach der Flugzeugkatastrophe von Überlingen ist ein russischer Hinterbliebener wegen vorsätzlicher Tötung des damaligen Fluglotsen schuldig gesprochen worden. Es habe sich um vorsätzliche Tötung gehandelt, entschied das Obergericht des Kantons Zürich am Mittwoch und verurteilte ihn zu acht Jahren Zuchthaus. Die Anklage hatte zwölf Jahre Gefängnis gefordert, die Verteidigung drei Jahre.

Der 48-jährige Witali Kalojew hatte bei dem Zusammenprall einer DHL-Frachtmaschine und eines russischen Passagierflugzeugs seine Frau und zwei Kinder verloren und den den 36-jährigen Mitarbeiter der Schweizer Flugsicherung Skyguide für das Unglück verantwortlich gemacht. Die Flugzeuge waren am 1. Juli 2002 im baden-württembergischen Überlingen abgestürzt, dessen Luftraum vom Flughafen in Zürich überwacht wird. Der getötete Däne Peter Nielsen war zum Zeitpunkt des Unglücks als einziger Fluglotse im Einsatz. Am 24. Februar 2004 erstach Kalojew Nielsen vor den Augen seiner Familie auf dessen Grundstück am Schweizer Flughafen.

Kalojew gestand die Tötung, bestritt aber, vorsätzlich gehandelt zu haben. Daher hatten seine Verteidiger auf Totschlag plädiert.

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