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Achtung: Zeitsprung rückwärts

Um drei Uhr in der Nacht zu Sonntag endete die Sommerzeit. Langschläfer mit Funkuhr wurden eine Stunde später geweckt, Frühaufsteher mit biologischer Uhr können eine Stunde länger den Tag genießen.

ha DÜSSELDORF. Um drei Uhr in der Nacht zu Sonntag endete die Sommerzeit.Das Zeitsignal des von der Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig gesteuerten Senders DCF77 sprang um eine Stunde zurück. Langschläfer mit Funkuhr wurden eine Stunde später geweckt, Frühaufsteher mit biologischer Uhr können eine Stunde länger den Tag genießen. So bringt das Ende der Sommerzeit allen Gutes.

In Deutschland wurde die Sommerzeit - ein Vorstellen der Uhren um eine Stunde in den Sommermonaten - 1978 durch das Zeitgesetz beschlossen, "zur besseren Ausnutzung der Tageshelligkeit und zur Angleichung der Zeitzählung". Nach der Ölkrise von 1973 versprach man sich von der Zeitverschiebung einen deutlichen Energiespareffekt. 1980 wurde die Sommerzeit erstmals durch Rechtsverordnung in Kraft gesetzt. Seitdem hat sich die Hoffnung auf Einsparung von Energie zwar nicht bestätigt, jedoch genießen viele Deutsche die länger gewordenen Sommerabende.

Seit 1994 gilt in allen Ländern der Europäischen Union eine einheitliche Regelung: Die Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. Auch in den USA gibt es eine Sommerzeit. Sie beginnt eine Woche später als in der EU und endet ebenfalls am letzten Oktobersonntag.

Die nächtliche Zeitumstellung stellt manche Unternehmen vor organisatorische Herausforderungen. So muss allein die Bahn in der Nacht zum letzten Oktobersonntag 120 000 Uhren zentral um eine Stunde zurückdrehen. Etwa 50 Nachtzüge werden an geeigneten Bahnhöfen für eine Stunde angehalten, um nach Fahrplan ihre weiteren Ziele anfahren zu können. S-Bahnen der Verkehrsverbünde, die nach Takt bis spät in die Nacht verkehren, fahren hingegen durch.

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