Änderung des Weingesetzes
Weinbauregion „Mosel-Saar-Ruwer“ heißt künftig nur noch „Mosel“

Wer bald eine Flasche Wein aus dem Anbaugebiet „Mosel-Saar-Ruwer“ aus dem Regal holt, wird auf dem Etikett nur noch die „Mosel“ finden. Das Bundeskabinett hat eine entsprechende Änderung des Weingesetzes beschlossen.

FRANKFURT. „Das ist der Wunsch der Winzer aus der Region“, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg. „Vor allem im Ausland soll die Vermarktung der Moselweine einfacher werden“, sagt Ernst Büscher, Sprecher des Deutschen Weininstituts in Mainz. Denn der für ausländische Zungen verbale Stolperstein „Mosel-Saar-Ruwer“ bezeichnet das größte zusammenhängende Rieslinganbaugebiet der Welt. Und vor allem die Rebsorte Riesling läuft gut im Export. Auf den internationalen Weinmärkten ist Moselwein ohnehin kein Unbekannter. Um 1900 gehörten Weine von der Mosel sogar zu den teuersten Tropfen, für die Preise bezahlt wurden wie für Grand Crus aus Bordeaux. Doch nach dem zweiten Weltkrieg ging es bergab. Denn in den steilen Weinbergen ist an den Einsatz von Maschinen nicht zu denken und Handarbeit wurde zu teuer.

Doch in den vergangenen Jahren hat sich an der Mosel, wie in allen anderen deutschen Anbaugebieten qualitativ viel getan. Und bei Weißwein muss Deutschland heute keinen Vergleich mit der internationalen Konkurrenz scheuen. Beim Thema Marketing hat die deutsche Weinbranche allerdings einiges aufzuholen.

Denn weltweit wird mehr Wein produziert als getrunken. Während Länder wie Australien, Chile oder Portugal mit geballter Marketingkraft auch den deutschen Markt angehen, kritisieren Fachleute die fehlende Koordination zwischen den einzelnen deutschen Anbaugebieten.

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