Ärger auf hoher See
Die Rückkehr der Seeräuber

Piraten galten lange Zeit als Romanfiguren längst vergangener Tage. Neuere Statistiken belegen: Die Totenkopf-Flagge wird wieder häufiger auf den Weltmeeren gesichtet, wenngleich die Zahl der Attacken sank. Die Piraten des 21. Jahrhunderts haben ihre Taktik geändert.

HB KUALA LUMPUR. Piraten nehmen bei ihren Raubzügen auf den Weltmeeren immer häufiger auch Geiseln. Im vergangenen Jahr brachten Seeräuber mindestens 440 Besatzungsmitglieder vorübergehend in ihre Gewalt, teilte das Anti-Piraten-Zentrum des Internationalen Schifffahrtsbüros (IMB) am Dienstag in Kuala Lumpur mit. Das sei die höchste Zahl seit Beginn der Statistik im Jahr 1992.

Zugleich sei die Gesamtzahl der bekannt gewordenen Piratenattacken aber von 329 um rund 16 Prozent im Vorjahr auf 276 gesunken. Insgesamt brachten Seeräuber den Angaben zufolge im vergangenen Jahr in 23 bekannten Fällen Schiffe in ihre Gewalt, so viele wie seit vier Jahren nicht mehr. Zugleich gebe es neue Brennpunkte der Piraterie wie die Gewässer Somalias und des Irak. Vor der Küste Somalias griffen Seeräuber im vorigen Jahr mindestens 35 Mal an, im Vorjahr waren nur zwei Attacken bekannt geworden. Am gefährlichsten ist es für Schiffsbesatzungen aber nach wie vor in den Gewässern Indonesiens, wo es 2005 zu mindestens 79 Attacken kam.

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