Ärmelkanal
Säure-Tanker gesunken

Der im Ärmelkanal havarierte Chemietanker „Ece“ ist gesunken. An Bord des Schiffes befinden sich rund 10 000 Tonnen Phosphorsäure. Einer ersten Untersuchung zufolge verliert der Tanker keine Ladung.

HB CHERBOURG. Alle Versuche, den auf den Marschall-Inseln registrierten Tanker „Ece“ noch in den französischen Hafen Le Havre zu schleppen, blieben ohne Erfolg, wie die britische Küstenwacht mitteilte. Das Schiff war am Dienstag mit einem in Malta zugelassenen Schüttgutfrachter zusammengestoßen und leckgeschlagen. Die 22 Mann Besatzung konnten per Hubschrauber und Rettungsboot gerettet werden.

Der 126 Meter lange Chemietanker war auf dem Weg nach Gent in Belgien. Das andere Schiff, die „General Grot Rowecki“, war nach Polen unterwegs und konnte seine Fahrt fortsetzen. Das Unglück ereignete sich nordwestlich der Kanalinsel Guernsey. Eine erste Untersuchung des Tankers durch Taucher ergab, dass das Schiff keine Ladung verliert. Die britische Küstenwacht erklärte, für die Umwelt bestehe keine Gefahr, da Phosphorsäure sich im Meerwasser auflöse.

Phosphorsäure dient unter anderem als Ausgangsstoff zur Herstellung phosphathaltiger Dünger, von Waschmitteln und Rostentfernern. In hoher Konzentration ist sie ätzend, verdünnt wird sie in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsmittel.

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