AI war ursprünglich als befristete Kampagne geplant: Gründer von Amnesty International ist tot

AI war ursprünglich als befristete Kampagne geplant
Gründer von Amnesty International ist tot

Im Alter von 83 Jahren ist der Gründer von Amnesty International gestorben. Der Brite hatte die Organisation während der portugiesischen Diktatur als einjährige Kampagne gestartet.

HB BERLIN. Der Gründer der Menschenrechtsorganisation Amnesty International, Peter Benenson, ist tot. Der 83-jährige Brite starb am Freitagabend in einem Krankenhaus in Oxford an einer Lungenentzündung, wie Amnesty am Samstag in London mitteilte.

Benenson gründete Amnesty 1961, nachdem er einen Artikel über die Festnahme und Inhaftierung zweier portugiesischer Studenten gelesen hatte. Die beiden waren der Polizei aufgefallen, als sie in einem Café in Lissabon einen Toast auf die Freiheit ausgebracht hatten. In Portugal herrschte damals ein diktatorisches Regime.

Ursprünglich war Amnesty nur als eine einjährige Kampagne gedacht. Inzwischen ist es die größte unabhängige Menschenrechtsorganisation der Welt mit mehr als 1,8 Millionen Mitgliedern und Unterstützern.

Die Generalsekretärin von Amnesty International, Irene Khan, sagte, Benensons Leben sei ein «mutiges Zeugnis seiner visionären Entschlossenheit», gegen die Ungerechtigkeit in der Welt anzukämpfen. «Er hat Licht gebracht in die Dunkelheit der Gefängnisse, den Schrecken der Folterkammern und die Tragödie der Todeslager in der Welt.»

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