Aids hat die Sterblichkeitsrate in den Entwicklungsländern erhöht
Bis 2050 mehr als 9 Milliarden Menschen auf der Erde

Die Weltbevölkerung wird nach einer Prognose der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2050 die Neun-Milliarden-Marke überschreiten. Der Anstieg wird sich insbesondere in den Entwicklungsländern vollziehen.

HB HANNOVER. Demnach werden dann 9,1 Milliarden Menschen auf der Erde leben - 2,6 Milliarden mehr als heute, wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am Donnerstag in Hannover unter Berufung auf die Uno mitteilte. Der Anstieg werde sich besonders auf die Entwicklungsländer konzentrieren. Bei der vorangegangenen Prognose im Jahr 2002 waren die Uno-Experten noch von einer Bevölkerungszahl von 8,9 Milliarden für 2050 ausgegangen.

„Vor allem die am wenigsten entwickelten Länder wachsen immer noch rasant“, sagte DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. Während die Bevölkerung in den Industrieländern nahezu konstant auf dem jetzigen Niveau von 1,2 Milliarden bleiben werde, werde sie in den Entwicklungsländern von 5,3 auf 7,8 Milliarden steigen. In Ländern mit „junger Altersstruktur“ wie Uganda, Niger, Kongo oder Afghanistan gehen die UN-Experten sogar von einer Verdreifachung der Einwohnerzahl aus.

In rund 60 Ländern habe die Ausbreitung von Aids die Sterblichkeitsrate aber deutlich erhöht. So sei die Lebenserwartung im südlichen Afrika seit 1990 von 62 auf 48 Jahre gesunken. Für die nächste Dekade sagen die Uno eine weitere Reduzierung auf 43 Jahre voraus. Dagegen wird sich vor allem in den Industrienationen die Zahl der alten Menschen bis 2050 deutlich erhöhen.

Internet: DSW: www.weltbevoelkerung.de

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