Air-Asia-Absturz: Schlechtes Wetter behindert die Suche

Air-Asia-Absturz
Schlechtes Wetter behindert die Suche

Die Bergungsarbeiten in der Java-See gehen nur schleppend voran. Die Flugschreiber des vor einer Woche zwischen Indonesien und Singapur abgestürzten Flugzeugs von Air Asia konnten noch immer nicht geborgen werden.
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SurabayaHohe Wellen und starke Strömungen haben am Sonntag die Suche nach Wrackteilen und den Flugschreibern des abgestürzten Air-Asia -Passagierflugzeugs erschwert. In dem Gebiet der Java-See sei ein fünftes großes Flugzeugteil lokalisiert worden, sagte Einsatzchef Fransiskus Bambang Soelistyo. Das größte Teil sei rund 18 Meter lang. Der Airbus A320-200 war am vergangenen Sonntag mit 162 Insassen abgestürzt. Er befand sich auf dem Weg von Indonesien nach Singapur und geriet dabei in eine Gewitterzone. Mehrere Leichen wurden inzwischen geborgen. Überlebende gibt es nicht. Die Absturzursache ist noch unbekannt. Aufschluss darüber können erst die Flugschreiber geben, die aber noch nicht geborgen wurden. Wegen schlechten Wetters und der damit verbundenen starken Strömung mussten Taucher ihren Einsatz abbrechen.

Das Flugzeug war rund 40 Minuten nach dem Start in der zweitgrößten indonesischen Stadt Surabaya plötzlich vom Radar verschwunden, nachdem der Pilot um die Erlaubnis gebeten hatte, einem Sturm in größere Höhe auszuweichen. Aus Kreisen der Ermittler verlautete, Radardaten deuteten auf einen „unglaublich“ steilen Steigflug kurz vor dem Absturz hin. Dies könnte das Flugzeug an seine Belastungsgrenze gebracht haben.

Der meteorologische Dienst Indonesiens erklärte, auf der Flugroute herrschten an dem Tag sehr schlechte Wetterbedingungen. Sie könnten durchaus zu dem Absturz beigetragen haben.

Unterdessen geriet die Fluggesellschaft immer stärker ins Visier der Ermittler. Alle Flugpläne des Unternehmens würden überprüft, kündigte ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Jakarta an. „Es ist möglich, dass Air Asia die Lizenz in Indonesien entzogen wird“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters. Hintergrund ist ein mutmaßlicher Verstoß gegen die Flugplan-Regelungen. Denn die Maschine hätte am Sonntag eigentlich nicht fliegen dürfen, weil Air Asia den offiziellen Angaben zufolge nur die Flugerlaubnis für vier andere Wochentage besitzt. Am Freitag hatte das Ministerium dem Billigflieger deswegen den Betrieb der Unglücksroute von Surabaya nach Singapur bis auf weiteres verboten.

Die Ermittler untersuchten auch, wer die Starterlaubnis gab und warum, sagte der Sprecher. Zudem werde überprüft, ob sich der Pilot vor dem Start über die Wetteraussichten informiert hatte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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