"Aktion entspricht nicht den Zielen und Wertevorstellungen der katholischen Krankenhaushilfe"
Wegen Nacktfoto ehrenamtliche Arbeit bei Caritas unerwünscht

Ein Nacktfoto für einen guten Zweck wurde einer 54-jährigen Würzburgerin zum Verhängnis: Sie darf nicht weiter als "Grüne Dame" im Namen der Caritas ehrenamtlich Kranken einen Besuch abstatten. Sie sei künftig vom Besuchsdienst an der örtlichen Uniklinik ausgeschlossen, teilte die Caritas mit.

HB WÜRZBURG. Der in einer Auflage von 2000 Exemplaren gedruckte Benefiz-Kalender „Calendar Girls 2004“ (siehe Bild) erschien am Mittwoch. Der Reinerlös soll der Kinderkrebsstation an der Würzburger Uniklinik zugute kommen. Der stellvertretende Caritas-Direktor der Diözese Würzburg, Norbert Heilmann, sagte, die Entscheidung sei von der Besuchsdienstleiterin getroffen worden. Sie sei zwar nicht mit dem Verband abgestimmt worden, werde aber von der Caritas respektiert.

Die Aktion der Mitarbeiterin entspreche nicht den Zielen und Wertevorstellungen der katholischen Krankenhaushilfe. Die „Grünen Damen“ dürften auf keinen Fall ihren seriösen Ruf aufs Spiel setzen. Überrascht zeigten sich die Initiatoren der Aktion. „Wir sind schon sehr betroffen. Man kann nicht jemandem ehrenamtliche Arbeit verbieten, nur weil er sich für eine andere Sache ehrenamtlich einsetzt“, sagte Fotograf Gerhard Launer. Der Mitherausgeber betonte, die Nacktfotos der 15 Damen seien ausgesprochen dezent. Mit dem Kalender knüpfen die Initiatoren an eine ähnliche Aktion englischer Frauen an, die seit 1999 als „Calendar Girls“ alljährlich einen Benefiz-Kalender herausgeben. Ihre Geschichte wird im Januar 2004 in einem Kinofilm zu sehen sein.

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