Aktion gilt für drei Monate
Münztelefone schlucken wieder Mark und Groschen

Die öffentlichen Münztelefone der Deutschen Telekom können vorübergehend wieder für drei Monate mit D-Mark-Münzen gefüttert werden. So können nicht nur die letzten alten Geldstücke verbraucht werden. Mit Mark und Groschen wird auch noch Geld gespart.

HB BONN. Mit der Sonderaktion können die Verbraucher ab sofort bis Ende August mit ausrangierten DM-Münzen an öffentlichen Apparaten Telefongespräche führen, teilte die Festnetztochter T-Com am Mittwoch in Bonn mit. Der Umrechnungskurs wurde für dies Aktion auf das Verhältnis 1 D-Mark zu 1 € festgelegt. Somit kosten Gespräche nur die Hälfte gegenüber der Bezahlung mit Euro.

Das Angebot gelte bundesweit an 50 000 Münztelefonen für Gespräche zu allen Zielen. Bezahlt werden könne zu zehn Pfennig, 50 Pfennig, 1 DM, 2 DM und 5 DM. Noch immer schlummerten große Mengen DM-Münzgeld in den deutschen Haushalten, hieß es. Viele Bürger tauschten die Restbeträge nicht um, weil sich der Weg zur Bank nicht lohne.

Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ sind die Deutschen nach wie vor kritisch über die neue Währung. 56 % gaben an, sie hätten lieber wieder die D-Mark zurück.

T-Com kündigte darüber hinaus an, den Anteil an Münztelefonen in Deutschland zu erhöhen. Mit der Einführung des Euro sie nämlich die Nutzung gegenüber den Kartentelefonen wieder deutlich gestiegen. Grund hierfür sei die große Verbreitung des Euro. Reisende hätten stets die passende Währung parat und könnten unkompliziert und in Festnetzqualität an Münztelefonen Gespräche führen.

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