Al Pacino und Meryl Streep als beste Schauspieler geehrt
Afrika-Film sahnt Emmy-Auszeichnungen ab

Zum 56. Mal wurde von der Amerikanischen Fernsehakademie der US-Fernsehpreis verliehen. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die Mafia-Serie „Sopranos“ sowie die TV-Version „Angels in America". Dagegen ging die Produktion "Sex and the city" fast leer aus.

HB LOS ANGELES. Die Mafia-Serie „Sopranos“ und die TV-Version „Angels in America“ über Aids in den 80er Jahren haben beim US-Fernsehpreis Emmy Auszeichnungen in den Top-Kategorien gewonnen. Die „Sopranos“, die mit 20 Nominierungen ins Rennen gegangen waren, wurden am frühen Montagmorgen im Shrine Auditorium in Los Angeles als beste Drama-Serie ausgezeichnet. Außerdem gewannen die Schauspieler Michael Imperioli und Drea DeMatteo jeweils einen Emmy für beste Nebendarsteller.

Die zweiteilige Verfilmung von „Angels in America“, Favorit mit 21 Nominierungen, sahnte in der Kategorie beste Mini-Serie ab. Schauspieler Al Pacino und Meryl Streep wurden als beste Schauspieler ausgezeichnet, Mary-Louise Parker and Jeffrey Wright als beste Nebendarsteller. Auch Regisseur Mike Nichols und Autor Tony Kushner, der in der Vergangenheit einen Pulitzer-Preis für sein Broadway-Stück gewonnen hatte, gingen mit einem Emmy nach Hause. „Der Kampf gegen Aids ist noch nicht vorbei. Wir müssen sehen, was wir für Afrika tun können“, sagte Nichols in seiner Dankesrede.

Überraschend gewann die neue Serie „Arrested Development“ in der Kategorie beste Comedy. Die Geschichte um einen Geschäftsmann und Vater im Gefängnis, der seine exzentrische Familie im Zaum halten muss, hatte auf dem Sender Fox anfangs zu wenige Zuschauer und sollte bereits abgesetzt werden. Wegen der Zustimmung der Fernsehkritiker blieb die Serie jedoch auf Sendung. Die beliebte Serie „Sex And The City“ ging fast leer aus. Lediglich Sarah Jessica Parker erhielt einen weiteren Emmy für ihre Rolle der Kolumnistin Carrie Bradshaw. Cynthia Nixon (Miranda) stach ihre beiden Co-Stars Kim Cattrall (Samantha) und Kristin Davis (Charlotte) als beste Nebendarstellerin aus. „Sex And The City“, dessen letzte Staffel jetzt auf ProSieben anläuft, war insgesamt elf Mal nominiert gewesen.

Schauspieler Kelsey Grammer („Frasier“) gewann als bester Comedy- Schauspieler. Die Serie um einen neurotischen Radio-Psychologen in Seattle war nach elf Jahren in diesem Jahr zu Ende gegangen. Auch sein Co-Star David Hyde Pierce gewann einen Emmy als bester Nebendarsteller in einer Comedy. „In der Sitcom-Schule sagen Sie dir nur, wie toll es ist, eine Show zu haben, die lange läuft. Aber sie sagen dir nicht, wie schwer es ist, Goodbye zu sagen“, sagte Hyde Pierce. Die Emmys wurden zum 56. Mal von der Amerikanischen Fernsehakademie in 91 verschiedenen Kategorien verliehen.

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