Alfred Rosenberg
Tagebücher von Hitlers Vertrautem in USA aufgetaucht

Ein spektakulärer Fund hat die US-Zollbehörde in Aufruhr versetzt: Verschollen geglaubte Tagebücher von Alfred Rosenberg sind wieder aufgetaucht. Der NS-Chefideologe galt als enger Vertrauter von Adolf Hitler.

WilmingtonIn den USA sind lange verschollene Tagebücher und Dokumente des NS-Chefideologen Alfred Rosenberg wieder aufgetaucht. Die 400 Seiten würden einen weiteren Einblick in „eines der größten Unrechte unserer menschlichen Geschichte“ gewähren, sagte der Chef der US-Zollbehörde ICE, John Morton, bei der Vorstellung des spektakulären Funds am Donnerstag.

Die Papiere sollen den Angaben zufolge an das Holocaust-Museum in Washington gehen und dort der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden.

Rosenberg galt als enger Vertrauter von Adolf Hitler, prägte mit seinen Schriften die Rassentheorien der Nationalsozialisten und war als Reichsminister für die besetzten Ostgebiete für die Ermordung von Millionen Juden verantwortlich. Außerdem war er maßgeblich am systematischen Raub von Kulturgütern in Osteuropa beteiligt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Rosenberg bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zum Tode verurteilt und 1946 hingerichtet. Seit dieser Zeit waren seine Tagebücher verschwunden.

Nach ICE-Angaben befanden sich die Aufzeichnungen im Besitz des deutschen Anwalts Robert Kempner, der während des Krieges in die USA geflohen war und später bei den Nürnberger Prozessen als US-Ankläger arbeitete. Anschließend habe Kempner unerlaubt Nazi-Dokumente zurück in die USA gebracht.

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Tagebücher von Hitlers Vertrautem in USA aufgetaucht

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Historiker hoffen auf neue Erkenntnisse

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