Alle Opfer geborgen - Dreitägige Staatstrauer auf Zypern
Helios-Besatzung verweigert Abflug

Nach dem Flugzeugabsturz von Athen gibt es widersprüchliche Meldungen über den weiteren Flugverkehr der Unglücks-Airline. Die Angehörigen der 121 Opfer erheben heftigste Vorwürfe gegen die zyprische Fluggesellschaft Helios und klagen an: „Diese Maschine war ein fliegender Sarg." Auch in den Medien wird über Sicherheitsmängel an der Maschine spekuliert. Fest steht: Einer der beiden Piloten war ein Deutscher.

HB ATHEN/BERLIN. Nach Angaben des zyprischen Transportministeriums wollte die Fluggesellschaft Helios Airways, in deren Auftrag die Boeing unterwegs war, an, zunächst alle ihre Flugzeuge am Boden lassen. Nach einem Bericht der staatlichen zyprischen Nachrichtenagentur CNA wurde aber kein Flugverbot von der Regierung gegen die Gesellschaft verhängt. Helios wies dies aber zurück und erklärte, die Maschinen würden wie geplant fliegen. Die Besatzung einer Maschine sowie deren Passagiere hätten sich geweigert abzufliegen. Danach seien mehrere Passagiere an die Schalter der Fluggesellschaft gegangen, hätten ihre Flüge annulliert und ihr Geld zurückgefordert, berichtete die Nachrichtenagentur weiter.

Der Absturz der Boeing 737-300 gibt den Ermittlern derweil weiter Rätsel auf. Unklar war auch am Tag nach der Katastrophe nahe der griechischen Hauptstadt, warum Piloten und Passagiere am Sonntag auf dem Flug von Larnaka nach Athen das Bewusstsein verloren. Die Behörden vermuten einen Defekt der Klimaanlage. Die Maschine war mit Autopiloten so lange weitergeflogen, bis der Treibstoff ausging. Auf Zypern herrschte unter den Menschen am Montag Trauer und Entsetzen. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Einer der beiden Piloten der bei Athen abgestürzten Boeing 737 war deutscher Staatsbürger. Das bestätigte am Montag ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. Ob der 58-jährige Berliner Pilot oder Co-Pilot der Maschine gewesen sei, könne noch nicht gesagt werden. Der Mann sei der einzige Deutsche unter den Opfern gewesen. Nach Angaben der zyprischen Regierung waren an Bord der Maschine neben dem deutschen Piloten und vier Armeniern zwölf Griechen und 104 Zyprer.

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