Allgemeines Drama über Rassismus geplant
Mankell recherchiert für Stück über Mordfall Adriano

Der schwedische Krimi-Autor und Dramatiker Henning Mankell hat einem Zeitungsbericht zufolge für ein neues Theaterstück Recherchen über den Mord an dem Mosambikaner Alberto Adriano in Dessau angestellt. Adriano war vor rund drei Jahren von Rechtsradikalen ermordet worden.

Reuters BERLIN. Mankell habe in Dessau mit der Witwe Adrianos gesprochen, berichtete die „Mitteldeutsche Zeitung“ am Donnerstag laut Vorabbericht. Die angeblich mangelnde Hilfe der Stadt für die Familie habe er als Schande bezeichnet. Der Autor habe zudem die Ansicht geäußert, es sei vermutlich das Beste für die Witwe und ihre Kinder, wenn sie die Stadt verließen und ein neues Leben begännen, berichtete die in Halle erscheinende Zeitung weiter.

In dem Theaterstück sollten aber weder Adriano noch die Stadt Dessau namentlich genannt werden. Vielmehr sei Mankells Recherche Basis für ein allgemeineres Stück über Rassismus, das im Dezember beim Europa-Theatertreffen in Stuttgart aufgeführt werden solle. Wichtig sei für Mankell, dass mosambikanische Schauspieler aus dem Avenida-Theater in Maputo mitwirkten, dessen künstlerischer Leiter der Schwede sei. Mankell lebt seit mehr als 15 Jahren in Mosambik und Schweden. Er ist vor allem bekannt für seine Kriminalromane über den schwedischen Kommissar Kurt Wallander.

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