"Als Präsident hat Reagan sich im Grunde immer nur selbst gespielt"
Erst nach Hollywood fand Ronald Reagan seine erfolgreichste Rolle

Die Dramaturgie für seine letzte große Rolle hatte Ronald Reagan schon vor Jahren organisiert

HB NEW YORK. . Mit der öffentlichen Aufbahrung seines Sarges in Washington wird an diesem Mittwoch dem letzten Willen des einstigen Schauspielers und Präsidenten entsprochen, Zehntausenden in der US-Hauptstadt die Möglichkeit für ein öffentliches Goodbye zu geben.

Die feierliche Inszenierung entspricht ganz und gar dem Stil jenes Mannes, über den Amerikas Zeitungen immer wieder schrieben, die glaubwürdigste und zugleich erfolgreichste Darbietung seiner Karriere sei die des US-Präsidenten gewesen. Im Weißen Haus, sagte der Filmhistoriker Leonard Maltin, habe Reagan „bewiesen, dass er ein weit besserer Schauspieler war, als irgendjemand vorher erwartet hatte“.

Nun fragt sich in Hollywood wieder so mancher, ob Reagan jemals Politiker geworden wäre, wenn ihm die Filmindustrie nicht große Traumrollen versagt hätte. Die des Rick in „Casablanca“ zum Beispiel hätte Reagans Leben vielleicht einen anderen Verlauf gegeben. Doch den legendären Part bekam bekanntlich Humphrey Bogart.

Der linksliberale Dramatiker Gore Vidal bereute, dass er 1964 Henry Fonda zum Star seines Films „Der Kandidat“ machte, weil er Reagan für die Rolle eines Bewerbers um das Präsidentenamt nicht überzeugend fand. „Hätte ich ihn das nur spielen lassen. Dann wäre sein Appetit auf die Präsidentschaft vielleicht gestillt worden, und uns wäre manches erspart geblieben.“

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