Am 7.7.2007 herrscht Hochbetrieb auf den Standesämtern
Ein magischer Tag zum Heiraten

Im siebten Himmel sein und die Glückszahl dreifach im Hochzeitsdatum verewigen: Kein Wunder, dass der Heiratstermin 7.7 2007 auf Paare eine magische Anziehungskraft ausgeübt hat. Außerdem fällt er auf einen Samstag, was die Organisation der Partys erleichtert.

ap FRANKFURT/MAIN. Die Standesämter haben ihre Termine in der Regel schon vor sechs Monaten an heiratswillige Paare vergeben. Bestimmte Unterlagen seien nur ein halbes Jahr gültig, erklärten sie die generell geltende Frist. Die Standesbeamten werden durchweg doppelt so viele Paare verehelichen wie an einem normalen Tag.

Auf Sylt wird auf eine dreifache Schnapszahl angestoßen: „Eine Braut hat am 7. 7. Geburtstag, und auch ihre Tochter ist am 7. 7. geboren“, sagte die Standesamtsleiterin Gabriele Bastians. Das Paar hatte Glück: Eigentlich war es zu spät dran, aber dann sagte ein anderes ab. Insgesamt werden 19 Paare getraut, sieben auf dem Leuchtturm Hörnum und zwölf im Rathaus in Westerland. Auch die Leuchttürme auf Pellworm und Falshöft bei Schleswig sind ausgebucht. Wer jetzt schon den Hochzeitstermin für den 8. 8. 2008 reservieren möchte, ist in Westerhever, berühmt durch seinen „Postkarten-Leuchtturm“, schon zu spät dran. „Auch dann sind wir schon bis unters Dach ausgebucht“, sagte Standesbeamtin Gitta Wöhst.

Für Hamburg bedeutete der 7.7. Ausnahmezustand: „Normalerweise gibt es samstags keine Eheschließungen in Hamburg, aber an diesem Tag haben alle Standesämter geöffnet“, sagte die Leiterin des Standesamts in Altona, Ute Behr.

In Berlin werden sich einige der 45 beim Standesamt Charlottenburg-Wilmersdorf angemeldeten Paare unter dem Motto „Auf Wolke sieben schweben“ im Funkturm-Restaurant auf 55 Metern Höhe oder unter dem Motto „Sich im siebten Himmel fühlen“ in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg trauen lassen, wie die Leiterin Sylvia Brenke berichtete. Schon an normalen Terminen sind Eheschließungen im Kino, auf dem Schiff, im Opernpalais oder in einem Helikopter möglich.

In Wuppertal sind die Schwebebahn, das romantische Henkelsschlösschen und der Botanische Garten beliebte Orte zum Ja-Sagen. Das Standesamt schiebt Sonderschichten: Mehr als 50 Trauungen stehen dort an, das Fünffache des Üblichen, wie der Leiter Thomas Piqué berichtete. In Bonn werden 42 Paare, drei mal so viele wie normalerweise, heiraten.

Von einem wahren Run auf die Standesämter berichtet auch die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Sechs Paare fahren mit der seit 1888 betriebenen Zahnradbahn den Neroberg „bis an den Punkt hinauf, wo die Passagiere den schönsten Blick über Wiesbaden haben“, erklärte Abteilungsleiterin Edeltraud Lier. Dort werde eine mit Blumen dekorierte „Haltestelle Standesamt“ eingerichtet.

In Frankfurt werden 32 Ehen und gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften geschlossen, zur Hälfte im Römer und im Bolongaro-Palast in Frankfurt-Höchst. Standesamtsleiter Peter Dommermuth sagte, den leer ausgegangenen Paaren werde vom 20. bis 24. August im Palmengarten eine „weiße Woche“ angeboten.

In Erfurt, wo ebenfalls 32 Paare getraut werden, gibt es ein extra Hochzeitshaus: ein Renaissance-Gebäude aus dem 16. Jahrhundert.

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