Am Freitag soll neuer Sturm Florida erreichen - bereits drei Tote auf der Insel Grenada
Auf Hurrikan Frances folgt Ivan

Wenige Tage nach dem verheerenden Hurrikan „Frances“ tobt in der Karibik ein neuer Wirbelsturm. Hurrikan „Ivan" fegte am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern in der Stunde über die kleine Insel Grenada.

HB MIAMI/WASHINGTON. US-Medien berichteten von drei Toten. Er gilt als der seit Jahren stärkste Hurrikan in diesem Teil der Karibik. Amateurfunker meldeten zahlreiche abgedeckte Häuser auch auf den benachbarten Inseln Barbados, Tobago und St. Vincent. Nach Angaben der karibischen Katastrophenschutzbehörde CDERA wurde auch die Residenz von Grenadas Premierminister Keith Mitchell zerstört. Die Regierung von Trinidad und Tobago bewilligte 1,33 Mill. Euro Soforthilfe für die Insel.

Der Hurrikan der Kategorie vier auf der fünfstufigen Skala dürfte nach den Prognosen des Hurrikan- Zentrums in Miami am Freitag über Kuba ziehen und danach den Süden Floridas erreichen.

Hurrikan „Frances“, der am Mittwoch als abgeschwächter Tropensturm Kurs auf den US-Bundesstaat North Carolina nahm, hat nach jüngsten Schätzungen wahrscheinlich mindestens 16 Menschenleben gefordert. Zwei starben auf den Bahamas, neun kamen im Florida ums Leben. In Georgia nannten die Behörden fünf Opfer.

In den USA kamen die meisten Menschen bei Autounfällen um. Die Straßen waren überschwemmt, ausgerissene Bäume wurden zu tödlichen Hindernissen. „Frances“ suchte Georgia und South Carolina mit heftigsten Regenfällen heim. Behörden in North Carolina stellten sich auf Überflutungen ein.

In Florida und Georgia harrten am Mittwoch mehr als zwei Millionen Menschen bei schwüler Hitze ohne Strom aus. Peitschende Winde hatten zahlreiche Stromleitungen heruntergerissen. „Ich habe die Nase voll“, sagte Tara Matthews (31) dem „Miami Herald“ verärgert. Sie wartete am Dienstag mit drei kleinen Kindern nördlich von Palm Beach vier Stunden vergeblich auf Hilfsgüter. Die für Nothilfe zuständige Behörde (FEMA) wollte unter anderem Trinkwasser und Eis ausgeben. Die Konvois blieben aber im Verkehr stecken.

US-Präsident George Bush wollte sich am Mittwoch in Florida selbst ein Bild von der Verwüstung machen. Der Bundesstaat ist auch einer der besonders heiß umstrittenen im US-Wahlkampf. Der Kongress hatte Bushs Antrag auf einen Sonderetat von zwei Mrd. Dollar für die FEMA am Dienstagabend zugestimmt. Die Bitte darum kam von Bushs Bruder Jeb Bush, dem Gouverneur von Florida.

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