Amatrice nach dem Erdbeben Der Wiederaufbau läuft nur schleppend

Vor genau einem Jahr hatte ein schweres Erdbeben die mittelitalienische Region erschüttert und die Ortschaft Amatrice völlig verwüstet. Der Wiederaufbau der Stadt kommt auch noch heute nur sehr schleppend voran.
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Die Ortschaft ein Jahr nach dem Erdbeben. Quelle: dpa
Amatrice

Die Ortschaft ein Jahr nach dem Erdbeben.

(Foto: dpa)

Zum Jahrestag des schweren Erdbebens in Italien kritisieren viele Bewohner der Region den zögerlichen Wiederaufbau. „Das Wegräumen der Trümmer läuft schleppend. Die Trümmer repräsentieren für uns den Schmerz“, sagte der Bürgermeister von Amatrice, Sergio Pirozzi, der Deutschen Presse-Agentur. „Ich lebe jeden Tag hier mit anderen Gefühlen. Manchmal ziehe ich aus der Solidarität Kraft, und manchmal werde ich stinkwütend wegen der Verzögerungen.“

Am 24. August vor einem Jahr begann eine Erdbebenserie in der mittelitalienischen Region, die ganze Ortschaften verwüstete. 299 Menschen kamen ums Leben, die meisten davon in der Berggemeinde Amatrice. Zehntausende wurden obdachlos. Immer wieder kommt es zu Protesten von Bewohnern, die sich alleine gelassen fühlen. Im Januar verschüttete nach weiteren Erdbeben eine Lawine ein Hotel in den Abruzzen, 29 Menschen kamen ums Leben.

Amatrice – ein Urlaubsort im Epizentrum
In Trümmern
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Heftige Erdstöße haben in der Nacht zu Mittwoch das Zentrum Italiens erschüttert: Zahlreiche Menschen wurden nach Behördenangaben beim Einsturz ihrer Häuser getötet, weitere wurden unter den Trümmern vermutet.

Erste Hilfe
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Suchtrupps und Helfer sind in den betroffenen Ortschaften im Einsatz – wie hier in Amatrice. Die Gemeinden rund um das Epizentrum meldeten beträchtliche Schäden.

Plötzlich obdachlos
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Bei dem schweren Erdbeben sind auch Krankenhäuser beschädigt worden. Die Patienten aus dem kleinen Hospital in Amatrice müssten woanders hingebracht werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Meterhohe Schuttberge
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Die Erdstöße hätten eine Stärke von 6,2 erreicht, teilte das US-Erdbebenzentrum USGS mit.

Vergleichbar mit 2009
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Die Stärke der Erschütterungen entspricht in etwa jener des Erdbebens im Jahr 2009 im zentralitalienischen L'Aquila: Damals waren bei einem Beben der Stärke 6,3 mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.

Erste Aufräumarbeiten
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„Das halbe Dorf ist verschwunden“, sagte der Bürgermeister des Urlaubsorts Amatrice fassungslos.

Verzweifelte Familien
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Das Abschätzen der Schäden gestaltete sich schwierig, die betroffene Bergregion war zum Teil von der Außenwelt abgeschnitten. Amatrices Bürgermeister Sergio Pirozzi sagte, die Zufahrt zum Ort sei abgeschnitten.

Unmut schürte kurz vor dem Jahrestag des Bebens auch, dass der Sonderkommissar der Regierung für den Wiederaufbau sein Mandat beendet. Vasco Errani wird das Amt ab September nicht mehr weiterführen. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

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