Ammoniak ausgelaufen
Gefahrguttransporter auf A 61 umgekippt

Ein mit 16 000 Litern Ammoniakwasser beladener Gefahrguttransporter ist am Mittwochabend auf der Autobahn A 61 bei Kerpen (Nordrhein-Westfalen) verunglückt. Nach Polizeiangaben lief ein Teil der Ladung aus. Es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.

HB/dpa KERPEN. Bei dem Unfall mit zwei Lastwagen und mehreren Autos seien zwei Menschen schwer und sieben leicht verletzt worden. Die Autobahn südlich des Kreuzes Kerpen wurde in beide Richtungen gesperrt. Unfallursache könnte nach ersten Ermittlungen ein geplatzter Reifen sein.

Nach Polizeiangaben verlor der Fahrer des aus Richtung Koblenz kommenden Gefahrguttransporters nahe des Autobahnkreuzes Kerpen die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Sattelzug geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er mit einem Auto zusammen, dessen Insassen beide schwer verletzt wurden. Der Transporter fiel auf die Seite und rutschte in die Böschung. In die Unfallstelle rasten ein Lastwagen und mehrere Autos. Der Fahrer des Gefahrgutstransporters, ein 19 Jahre alter Niederländer, blieb unverletzt. Er sagte nach Polizeiangaben aus, er habe an dem Lastwagen „vorne links einen Schlag“ verspürt und das Fahrzeug dann nicht mehr halten können. „Das lässt auf einen Reifenplatzer schließen“, sagte ein Polizeisprecher.

Acht von 16 Fässern mit je 1 000 Litern Hydroxylaminlösung, die bei Freisetzung zu Ammoniak wird, wurden laut Polizei beschädigt. Der Chemiekonzern BASF, von dem das Produkt stammt, sprach von sieben Fässern. 23 weitere 200-Liter-Fässer mit einem zunächst unbestimmen Inhalt blieben nach Polizeiangaben unbeschädigt. Ammoniak und seine Dämpfe sind stark reizend für Augen, Haut und Atemwege.

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